Kamerahersteller Bei GoPro läuft es wieder besser

GoPro etablierte die Actionkamera für Sportler oder Abenteurer am Markt, doch dann geriet die Firma unter wachsender Konkurrenz ins Wanken. Ein hartes Sanierungsprogramm bringt das Unternehmen nun wieder etwas auf Kurs.
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Die Firma hatte mit ihren „Hero“-Modellen die Kategorie der Actionkameras für Sportler oder Abenteurer weitgehend am Markt etabliert, kam dann jedoch mit wachsender Konkurrenz und eigenen Fehlern ins Straucheln. Quelle: Reuters
Kamerahersteller GoPro

Die Firma hatte mit ihren „Hero“-Modellen die Kategorie der Actionkameras für Sportler oder Abenteurer weitgehend am Markt etabliert, kam dann jedoch mit wachsender Konkurrenz und eigenen Fehlern ins Straucheln.

(Foto: Reuters)

Santa MonicaDer Actionkamera-Spezialist GoPro kann nach harten Einschnitten schließlich wieder bessere Zahlen präsentieren – und Anlegern fällt ein Stein vom Herzen. Sie ließen den Kurs im nachbörslichen US-Handel am Donnerstag um mehr als zwölf Prozent hochschnellen. GoPro übertraf die Erwartungen der Börse sowohl mit den Zahlen für das zweite Quartal als auch mit der Prognose für das laufende Vierteljahr.

Die Firma hatte mit ihren „Hero“-Modellen die Kategorie der Actionkameras für Sportler oder Abenteurer weitgehend am Markt etabliert, kam dann jedoch mit wachsender Konkurrenz und eigenen Fehlern ins Straucheln. So wurde der Start der ersten GoPro-Kameradrohne im vergangenen Jahr zum Debakel: Das Gerät musste wenige Wochen später erst einmal vom Markt genommen werden, weil der Motor wegen eines Konstruktionsdefekts ausgehen konnte. Der Aktienkurs halbierte sich allein seit Herbst und in den vergangenen zwei Jahren verlor GoPro fast 90 Prozent seines vorherigen Werts.

Gründer und Chef Nick Woodman baute hunderte Jobs ab und gab die Pläne auf, mit einer Entertainment-Sparte auch im Mediengeschäft mitzumischen. Zudem wurde die Produktpalette gestrafft. Die Maßnahmen tragen jetzt Früchte. Der Umsatz sprang im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um gut ein Drittel auf 296,5 Millionen Dollar hoch. GoPro arbeitet zwar immer noch mit Verlust – aber das Minus wurde von knapp 92 Millionen Dollar vor einem Jahr auf 30,5 Millionen reduziert.

Diese Sportuhren machen Sportlern schnelle Beine
Schneller Laufen
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Sie wollen schneller werden? Sie wollen Ihre Gegner hinter sich lassen und sich auch beim nächsten Firmenlauf erfolgreich mit den keuchenden Arbeitskollegen messen? Das ist alles keine Hexerei. Mit einigen ganz legalen Hilfsmitteln lässt sich Ihr Training optimal tunen - etwa mit einer neuen GPS-Laufuhr. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl an aktuellen Gadgets, was sie können und was sie kosten.

Fenix 5S von Garmin
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Die Fenix 5S ist eine tolle Sportuhr für Menschen, die sich gerne etwas genauer mit ihren Trainingsdaten beschäftigen. Außerdem lässt sie sich sehr gut im Alltag tragen und macht selbst zum Business-Outfit noch einen guten Eindruck. Die Funktionen sind wirklich sehr umfassend. Das ein oder andere erscheint zwar auch überflüssig (etwa die Funktion, um sein Handy wieder zu finden; nicht alles, was technisch möglich ist, muss sinnvoll in einer Sportuhr sein) -, aber die Fenix 5S lässt Sportler-Herzen dennoch höher schlagen. Der Preis: 599,99 Euro. Überlegen Sie sich daher vor dem Kauf ganz genau, welche Werte und Funktionen Ihnen besonders wichtig sind und ob es nicht vielleicht auch eine günstigere Sportuhr tut. Die Fenix 5S haben wir vor kurzem getestet, lesen Sie hier den ausführlichen Erfahrungsbericht.

Garmin Forerunner 735XT
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Günstiger aber mit annähernd denselben Grundfunktionen ist Garmins Forerunner 735 XT, der "nur" 449,99 Euro kostet. Dafür bekommen Sie GPS-Funktionen, optische Herzfrequenzmessung am Handgelenk, erweiterte Performance-Analysen und Laufeffizienz-Werte, also so etwas wie die Schrittfrequenz (kein uninteressanter Wert, wenn Sie schneller laufen möchten. Denn wenn Sie die Schrittfrequenz erhöhen, dann laufen Sie ganz automatisch schon ein bisschen schneller), Bodenkontaktzeit oder vertikale Bewegung (auch hier können sich verborgene Stellschrauben auftun, die einen Einfluss auf Ihre Laufgeschwindigkeit haben).

Garmin Forerunner 920XT
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Den Triathleten unter uns kann ich guten Gewissens zum Forerunner 920 XT von Garmin raten. Eine unschlagbar gute Multisport-GPS-Uhr, die zu allen anderen genannten Funktionen der beiden anderen Modelle auch noch Lauf-Prognosen abgibt und einen Erholungsratgeber integriert hat. Sie wissen ja, auch die Regeneration ist eine wichtige Trainingseinheit auf dem Weg, ein schnellerer Läufer zu werden. In den Trainingspausen und im Schlaf hat der Körper Zeit, sich an die körperlichen Herausforderungen des Trainings anzupassen. Schlafen Sie schlecht, laufen Sie also auch schlecht. Preis: 469,00 Euro.

(Foto: PR)

Garmin Forerunner 910XT
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Ein Tipp für Schnäppchenjäger, die zwar Wert auf ein zuverlässiges GPS-Tracking beim Lauftraining legen, aber nicht den ganzen andren Schnickschnack mit Laufeffizienz und Co. brauchen: halten Sie Ausschau nach dem Vorgängermodell Garmin Forerunner 910XT. Direkt über den Garmin-Online-Shop wird die Uhr zwar nicht mehr verkauft, aber es gibt sicher noch einige Online-Händler, die das Fitness-Gadget im Sortiment haben. Straßenpreis für gebrauchte Modelle: ab 150 Euro.

Polar V800
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In der selben Liga mit Garmins High-End-Modellen spielt der V800 von Polar, der alle ambitionierten Sportskanonen und Athleten aus dem Profibereich, die es ganz genau wissen wollen, bestens bedient. Besonders nützliche Funktion der V800: der orthostatische Test. Dieser bietet die Möglichkeit, Ihre aktuelle Tagesform zu bestimmen und zeigt dem Träger der Uhr, wie sich die Herzfrequenz durch Training und Faktoren wie Stress und Krankheit verändert. Durch die regelmäßige Wiederholung des Tests erfährt man so, was man im Hinblick auf die Herzfrequenz erwarten kann und wovon sie beeinflusst wird. Sie können so also Ihr Training entsprechend anpassen, damit sich Ihr Körper nach Bedarf erholen kann. Preis der hochwertigen GPS-Sportuhr: 399,95 Euro.

Apple Watch Series 2 Nike+
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Trainieren können Sie auch mit der Apple-Watch, die nicht nur ein solider Laufpartner ist, sondern Sie auch bei vielen anderen Sportarten mit Aktivitäts-, Distanz- und Pulsmessung begleitet. Allerdings hatten wir noch nicht die Gelegenheit, das Gadget (Preis ab 419 Euro) für Sie ausführlich zu testen. Ich empfehle Ihnen aber den guten und lehrreichen Test der Kollegen vom Magazin Runner's World, den Sie hier online lesen können.

Mit dem Erfolg des neuen Modells Hero5 verkaufte GoPro 13 Prozent mehr der lukrativeren Kameras zum Preis von mehr als 300 Dollar. Im Vergleich zum Vorquartal steigerte GoPro den Kameras-Absatz um 18 Prozent. Die GoPro-Drohne Karma war zuletzt die Nummer zwei im US-Markt.

Für das laufende Quartal rechnet GoPro mit einem Umsatz zwischen 290 und 310 Millionen Dollar bei weiteren reduzierten Verlusten. Hoffnungen macht den Anlegern auch, dass GoPro mehr als die Hälfte der Erlöse inzwischen außerhalb des bereits stark abgegrasten Heimatmarkts USA erwirtschaftet.

  • dpa
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