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Kampagne gegen ausländische Trickfilme China mag Micky Maus nicht mehr

Micky Maus und Donald Duck könnte es in China bald an den Kragen gehen. Die Medienbehörde des Landes erwägt, zur Hauptsendezeit ausländische Comic-Serien aus dem Fernsehprogramm zu verbannen. Das sagte eine Sprecherin der Behörde am Mittwoch. Voraussetzung sei, dass in China produzierte Cartoons ausgestrahlt werden könnten, die in Qualität und Quantität vergleichbar seien. Das Verhältnis zwischen ausländischen und inländischen Comic-Serien ist in China bereits jetzt auf vier zu sechs beschränkt.

hps/wsj DÜSSELDORF. Vor allem für die amerikanischen Medienriesen Disney ("Findet Nemo", "Aladin", "Tarzan") und Viacom ("SpongeBob") stellen die Pläne zur Stärkung der eigenen Filmindustrie eine ernste Gefahr dar. Auf dem chinesischen TV-Markt sind die Produktionen der Amerikaner ausgesprochen beliebt. Die Initiative kommt insbesondere für Disney in einem ungünstigen Moment.

Der designierte Disney-Chef Robert Iger setzt auf eine Expansion in China. Erst kürzlich hatte Disney-Fernsehchefin Laurie Younger im Gespräch mit dem Handelsblatt gesagt, dass der Micky-Maus-Konzern vor allem in China große Wachstumschancen sieht. Hier stehen bereits 400 Mill. TV-Geräte und ausländische Produktionen spielen insgesamt immer noch nur eine Nebenrolle.

Wann die Beschränkung für ausländischen Animationsfilme, die für die Sendezeit zwischen 17 und 21 Uhr gelten soll, rechtsverbindlich wird, ist unklar. "Die Regelung dürfte ein Jahr brauchen, um in Kraft zu treten", sagte Chen Wen, Generaldirektor des Kanals Toonmax TV der Shanghai Media Group dem Wall Street Journal. Das Medienunternehmen arbeitet mit dem Kindersender Nickelodeon, einer Tochter von Viacom, zusammen. Eine Disney-Sprecherin sagte, ihr Unternehmen werde die Angelegenheit genau beobachten. Vertreter der chinesischen Cartoon-Industrie begrüßten die Ankündigung und erklärten, einheimische Comic-Zeichner müssten stärker gefördert werden.

Im Herbst will Disney in Hongkong einen 126 Hektar großen Vergnügungspark eröffnen. Der US-Konzern hofft, dass seine Themenparks durch die Neugründung in China wieder Tritt fassen. Iger ist auch in Gesprächen mit der chinesischen Regierung, um 2010 einen weiteren Disney-Park in der Nähe von Shanghai zu eröffnen.

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