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Kampf gegen Fake News Google präsentiert Transparenz-Maßnahmen für Europawahlen

Vor den Wahlen zum Europäischen Parlament ist die Sorge groß vor Manipulationsversuchen aus Russland. Google will mit transparenter Wahlwerbung gegensteuern.
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Die Transparenz-Offensive der Alphabet-Tochter ist Teil eines Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Falschnachrichten. Quelle: dpa
Google

Die Transparenz-Offensive der Alphabet-Tochter ist Teil eines Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Falschnachrichten.

(Foto: dpa)

New YorkDer Suchmaschinenriese Google, der neben Facebook und Twitter stark dafür kritisiert wird, Fehlinformationen im Zuge vergangener Wahlen verbreitet zu haben, will es bei der Europawahl im Frühling besser machen. Am Mittwoch stellte die Alphabet-Tochter ein Maßnahmenpaket vor, mit dem sie die Transparenz politischer Werbeanzeigen auf ihrer Seite verbessern will.

Google will die Initiatoren sämtlicher Wahlkampagnen dazu verpflichten, ihre Identität und Nationalität nachzuweisen, bevor diese Werbeflächen bei der Suchmaschine kaufen können. Bei Anzeigen, die von Google genehmigt wurden, soll zudem ersichtlich sein, wer dafür bezahlt hat.

Darüber hinaus will Google ein Archiv aufbauen, in dem jede politische Werbekampagne in Echtzeit abgerufen werden kann. Dort sollen unter anderem Informationen über den Käufer der Werbefläche, die Reichweite der Anzeige und die anvisierte Zielgruppe bereitgestellt werden.

Das Vorhaben wird in Brüssel begrüßt. So sieht etwa der EU-Sicherheitskommissar Julian King in den Manipulationen des Wahlverhaltens eine viel subtilere und schädlichere Bedrohung als in Cyber-Attacken auf den Wahlprozess.

Die Ankündigung von Google ist Teil eines Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Falschnachrichten, zu dem sich das Unternehmen gemeinsam mit weiteren Tech- und Werbefirmen, unter anderem Facebook, im September nach viel Druck aus den USA und der EU verpflichtet hat. Er sieht unter anderem den Einsatz von Technologien vor, die die Transparenz politischer Inhalte steigern.

Vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai ist die Sorge groß, dass Angriffen aus dem Internet den Ausgang manipulieren könnten. In Brüssel wird befürchtet, dass Russland mithilfe von Online-Kampagnen rechtspopulistischen Parteien zu größeren Erfolgen verhelfen könnte. Die EU-Kommission hat bereits alle Mitgliedstaaten zu Abwehrmaßnahmen aufgefordert.

Auch im Vorfeld der Wahlen zum US-Kongress Anfang November soll es laut der amerikanischen Regierung zu Beeinflussungsversuchen gekommen sein. Das Weiße Haus nannte Moskau als Urheber. Die sogenannten Midterms dienten Google, Facebook und Co. als erste Testumgebung für ihre neuen Transparenz-Tools.

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