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Karriere-Netzwerk LinkedIn enttäuscht mit trüber Prognose

Das Karriere-Netzwerk LinkedIn taucht tiefer in die Verlustzone ein. Zwar stieg im ersten Quartal der Umsatz, doch die Prognose blieb weit unter den Erwartungen der Analysten. LinkedIn hat jedoch einen Plan.
01.05.2015 Update: 01.05.2015 - 02:17 Uhr Kommentieren
Firmenzentrale von LinkedIn in Mountainview: Das US-Karriereportal schraubt seinen Ausblick kräftig herab. Quelle: ap
LinkedIn-Büro

Firmenzentrale von LinkedIn in Mountainview: Das US-Karriereportal schraubt seinen Ausblick kräftig herab.

(Foto: ap)

Mountainview Der Verlust beim Karriere-Netzwerk LinkedIn weitete sich im ersten Quartal im Jahresvergleich von 13 auf 43 Millionen Dollar (38 Millionen Euro) aus, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg indes um gut ein Drittel auf 638 Millionen Dollar.

Der Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr kam an der Börse jedoch überhaupt nicht gut an. Die Firma peilt nun einen Umsatz von 2,9 Milliarden an. Sie stellt einen Gewinn von 1,90 Dollar pro Anteilsschein in Aussicht und liegt damit massiv unter den Analystenerwartungen von 3,05 Dollar. Die Aktie fiel nach Handelsschluss um mehr als 25 Prozent.

Anders als die meisten anderen sozialen Netzwerke baut LinkedIn nicht vornehmlich auf Werbeeinnahmen. Die bei weitem größte Einnahmequelle des Karriereportals liegt in der Sparte "Talent Solutions", die Dienstleistungen an Personalvermittler verkauft. Ungefähr 60 Prozent des Umsatzes stammen von dessen Produkten wie etwa Recruiter.

Damit können Arbeitgeber aus den LinkedIn-Profilen diejenigen herausfiltern, die auf ihr Jobangebot passen, Dossiers über Kandidaten anlegen und deren Updates beobachten - unbemerkt von den jeweiligen Profilinhabern. Einem Bericht des Technik-Mediums "Wired" zufolge nutzen mehr als 16.000 Unternehmen diesen Dienst, darunter Google, Facebook, Unilever, BP und L’Oreal.

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    Schlagendes Argument für das Interesse der Unternehmen sind die Nutzerzahlen von LinkedIn. Am Donnerstag meldete das Karrierenetzwerk für das erste Quartal einen Anstieg auf 350 Millionen - 16,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

    Mit einem Zukauf will LinkedIn sich nun noch weiter zum unentbehrlichen Personalvehikel machen. Die Online-Tutorial-Plattform Lynda.com bietet Videolehrgänge, unter anderem für Sprachen, Webdesign und den Umgang mit Computerprogrammen. Der Kauf soll im zweiten Quartal 2015 über die Bühne gehen und schlägt mit 1,5 Milliarden zu Buche.

    Das, so teilt LinkedIn mit, wird sich auf die Zahlen für das zweite Quartal und auch auf die Jahresbilanz niederschlagen. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge erwartet das Unternehmen aber, sich davon gegen Ende 2016 zu erholen.

    • dpa
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