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Kartellstreit mit dem Softwaregiganten EU lehnt Microsoft-Vorschlag ab

Die EU-Kommission hat nach Informationen aus mit dem Fall vertrauten Kreisen den jüngsten Vorschlag von Microsoft zur Beilegung des Kartellstreits als unzureichend abgelehnt. Die Bemühungen um eine Lösung des Konflikts dauerten jedoch weiter an.

HB BRÜSSEL. Wie es am Dienstag in den Kreisen hieß, hat Microsoft angeboten, auf Sofware-CD-Roms, die neuen Computern beiliegen, auch Programme von Konkurrenten auszuliefern. Die Kommission sehe dies aber als wenig hilfreich an, hieß es. Ihrer Ansicht wäre eine solche CD-Rom nur von geringem Nutzen und ein wenig effektiver Vertriebsweg für andere Softwareanbieter.

Die von der Kommission vorgeschlagene endgültige Entscheidung, möglicherweise ohne Strafen oder Auflagen wegen Kartellbedenken, wird für die erste oder zweite März-Woche erwartet. Den Vorschlag werde jedoch voraussichtlich zunächst ein beratender Ausschuss aus Repräsentanten der 15-EU-Mitgliedsländer prüfen, hieß es.

Die Kommission wirft Microsoft vor, Software von Konkurrenten mit Hilfe einer wettbewerbsschädlichen Geschäftsstrategie aus dem Markt zu drängen. Das Unternehmen war unter anderem in die Kritik geraten, es Unternehmen seinen Media Player - eine Software, mit der man Musik und Videos auf dem Computer abspielen kann - nur als Teil des weit verbreiteten PC-Betriebssystems Windows ausliefert.

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