Kauf von EMC Dell legt größten Tech-Deal der Geschichte hin

Dell übernimmt den Speicherspezialisten EMC für rund 59 Milliarden Euro. Damit legt der US-Computerkonzern den größten Technologie-Deal aller Zeiten hin. Gründer Michael Dell finanziert das größtenteils auf Pump.
Update: 12.10.2015 - 14:08 Uhr
Der Computerkonzern übernimmt den Speicherspezialisten EMC. Quelle: Reuters
Dell

Der Computerkonzern übernimmt den Speicherspezialisten EMC.

(Foto: Reuters)

New YorkDer PC-Hersteller Dell will in der bisher größten Übernahme der Technologie-Industrie den Speicher-Spezialisten EMC kaufen. Der Deal sei insgesamt rund 67 Milliarden Dollar schwer, teilte Dell am Montag mit. Dell will mit EMC sein Geschäft um Speicherdienste erweitern und damit besser mit Rivalen wie Hewlett-Packard konkurrieren.

Die EMC-Aktionäre sollen 24,05 Dollar in bar bekommen plus ein Papier, das den Wert der zu EMC gehörenden Software-Firma VMware widerspiegeln soll. Insgesamt liege der Wert pro EMC-Anteil damit bei 33,15 Dollar, hieß es. Es ist ein Aufschlag von fast einem Fünftel auf den EMC-Schlusskurs von Freitag. Über den Deal war bereits seit Tagen spekuliert worden.

Gründer Michael Dell hatte seine Firma vor zwei Jahren mit Hilfe von Finanzinvestoren in einem 25 Milliarden Dollar schweren Deal von der Börse genommen. Jetzt werden Dell und der auch diesmal beteiligte Partner Silver Lake laut Medienberichten weitere 40 Milliarden Dollar von Banken brauchen.

Dell und seine Partner sollen nach Abschluss der Übernahme 70 Prozent an EMC halten. Michael Dell werde das gemeinsame Unternehmen führen.

Der ungewöhnliche Aufbau des Deals ist notwendig, weil mehr als die Hälfte des EMC-Werts die Beteiligung von 80 Prozent an VMware ausmacht. Die Firma sorgt dafür, dass Rechenzentren dank virtueller Computer effizienter laufen. EMC als Spezialist für Daten-Speicherung muss gegen eine Vielzahl neuer Wettbewerber antreten, VMware gilt bei Experten als das wachstumsträchtigere Geschäft. Die bisherige EMC-Tochter wird weiterhin an der Börse in New York notiert bleiben.

Diese US-Konzerne verzichten auf die Börse
Platz 10: C&S Wholesale Grocers
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Das Großhandelsunternehmen C&C Wholesale Grocers hat seinen Firmensitz in Keene, Bundesstaat New Hampshire. Es ist mit 70 Niederlassungen in zwölf US-Bundesstaaten vertreten und wird privat geführt. Umsatz im Jahr 2014: 25 Milliarden US-Dollar.

Platz 9: Ernst & Young
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Ernst & Young ist eine der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Zu den Kunden zählen Amazon, BP, Coca-Cola und Google. Das Unternehmen hat weltweit 190.000 Mitarbeiter und machte 2014 einen Umsatz von 27,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 8: Publix Super Markets
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Publix ist eine US-Einzelhandelskette mit Firmensitz in Lakeland, Florida. Das Unternehmen verfügt über 1103 Supermärkte in verschiedenen US-Bundesstaaten. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete es mit seinen 166.000 Beschäftigten einen Umsatz von 28,92 Milliarden Dollar.

Platz 7: Pilot Flying J
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Pilot Flying J ist ein US-Tankstellenbetreiber. 2010 ging das Unternehmen aus einer Fusion von Flying J und Pilot Travel Centers hervor. Es hat 21.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 32,09 Milliarden Dollar.

Platz 6: Mars
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Mars ist ein US-Nahrungsmittelkonzern mit Sitz im US-Bundesstaat Virginia. Er produziert Süßigkeiten, Lebensmittel, Tierfutter und Pflanzenpflegeprodukte. Mars hat 75.000 Mitarbeiter und machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 33 Milliarden Dollar.

Platz 5: Pricewaterhouse Coopers
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Pricewaterhouse Coopers International Limited (PwCIL) ist spezialisiert auf Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmens- bzw. Managementberatung. Der PwC-Verbund hat Mitgliedsunternehmen in 157 Staaten und 180.000 Mitarbeiter. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 34 Milliarden Dollar.

Platz 4: Bechtel Corporation
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Die Bechtel Group ist das größte Bau- und Anlagebau-Unternehmen in den USA. Es hat seinen Sitz in San Francisco und betreibt eigene Kraftwerke, Ölraffinerien und Flughäfen in verschiedenen Ländern. Das Unternehmen hat 53.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 39,4 Milliarden Dollar.

EMC ist mit einem einfachen Geschäftsmodell großgeworden: Daten für andere zu speichern. Dabei profitierte die 1979 gegründete US-Firma von der lawinenartigen Digitalisierung der Informationen in Unternehmen. Im Wettbewerb mit anderen Schwergewichten wie IBM, NetApp oder Hewlett-Packard schaffte es EMC weltweit an die Spitze des Geschäfts.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Firma mit 70.000 Mitarbeitern einen Gewinn von 2,7 Milliarden Dollar bei rund 24,4 Milliarden Dollar Umsatz. Den Sitz behielt EMC in der kleinen Stadt Hopkinton im US-Bundesstaat Massachusetts.

Nachfolgeproblem bei EMC gelöst
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