Kein Verkauf mehr Pro Sieben Sat 1 bleibt in US-Hand

Kaufinteressenten gab es für Pro Sieben Sat 1 nach der Absage des Axel Springer Verlags offenbar reichlich. Doch angenommen haben die Eigentümer keines der Angebote. Denn die Fernsehsendergruppe wirft reichlich Gewinn ab.
Für die Mitarbeiter bei Pro Sieben Sat 1 hat das bange Warten vorerst ein Ende. Ihr alter ist ihr neuer Chef. Foto: dpa

Für die Mitarbeiter bei Pro Sieben Sat 1 hat das bange Warten vorerst ein Ende. Ihr alter ist ihr neuer Chef. Foto: dpa

HB NEW YORK. Die acht Investoren um den US-Milliardär Haim Saban hätten trotz beträchtlichen Interesses potenzieller Käufer beschlossen, Pro Sieben Sat 1 nicht zu veräußern, bestätigte Saban am Montag einen entsprechenden Bericht des „Wall Street Journal“ vom Sonntag. „Das Unternehmen entwickelt sich extrem gut“, hieß es zur Begründung.

Die Senderkette hatte erst vor wenigen Tagen eine gute Bilanz für das Jahr 2005 vorgelegt. Der Überschuss war nach vorläufigen Zahlen um 65 Prozent auf 220,9 Mill. Euro angestiegen, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um 30 Prozent auf 418,5 Mill. Euro. Der Umsatz hatte um 8,4 Prozent auf 1,99 Mrd. Euro zugelegt. Besonders gegen Ende des Jahres lief es prächtig.

Wegen zahlreicher wirtschaftlicher und juristischer Unsicherheiten bei einem weiteren Vorgehen nach dem Veto des Bundeskartellamts entstünden unzumutbare Risiken, hatte Springer seine Absage Anfang Februar begründet. Selbst einen Verkauf seiner Minderheitsbeteiligung an Pro Sieben Sat 1 schloss Springer damals nicht aus. Saban hatte sich enttäuscht geäußert, gleichwohl Springer sein Vorgehen mit ihm abgestimmt hatte.

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