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Keine Einigung Telekom und AT&T müssen vor US-Gericht

Über den geplanten Verkauf der amerikanischen Telekom-Tochter T-Mobile an den Branchenprimus AT&T will sich die US-Justiz ab Februar 2012 beschäftigen.
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US-Filiale von T-Mobile. Die Deutsche Telekom will ihre US-Tochter an AT&T los werden. Quelle: dpa

US-Filiale von T-Mobile. Die Deutsche Telekom will ihre US-Tochter an AT&T los werden.

(Foto: dpa)

Washington/New YorkDer geplante Verkauf der amerikanischen Telekom-Tochter T-Mobile an den Branchenprimus AT&T beschäftigt Anfang 2012 die US-Justiz. Als Termin für die Verhandlung setzte eine Richterin am Mittwoch den 13. Februar fest. Das US-Justizministerium macht kartellrechtliche Bedenken gegen das milliardenschwere Geschäft geltend.

Mit der geplanten Klage des US-Justizministeriums soll das 39 Milliarden Dollar (28 Milliarden Euro) schwere Geschäft geblockt werden. „Zusammen wollen wir die Konsumenten vor dem Schaden bewahren, den die geplanten Transaktion anrichten würde“, hatte das Justizministerium in Washington dazu erklärt. Die Wettbewerbshüter fürchten höhere Preise und einen schlechteren Service, wenn sich die Nummer zwei auf dem US-Mobilfunkmarkt die jetzige Nummer vier einverleibt.

AT&T stiege dann zum absoluten Marktführer auf, und es blieben nur noch zwei weitere landesweit vertretene Konkurrenten übrig: die große Verizon und die kleinere Sprint. Sprint hatte ebenfalls Klage gegen den Verkauf eingereicht und begrüßte den Vorstoß der Generalstaatsanwälte. „Das ist ein starkes Eintreten für den amerikanischen Konsumenten“, sagte Managerin Vonya McCann.

AT&T seinerseits verwies darauf, dass in anderen US-Bundesstaaten keine Vorbehalte gegen das Geschäft mit der Deutschen Telekom bestünden. Der US-Mobilfunkriese drängt nun auf der einen Seite auf eine rasche Klärung vor Gericht, auf der anderen Seite erneuerte AT&T sein Verhandlungsangebot an die Wettbewerbshüter: „Wir bleiben an einer Lösung interessiert, die die Vorbehalte des Justizministeriums gegen die Fusion mit T-Mobile ausräumt.“ Denkbar wäre etwa die Abtretung von Kunden oder Funklizenzen.

Inwieweit das Vorpreschen der Generalstaatsanwälte das Verfahren verkompliziert, war zunächst unklar. Unter den skeptischen Bundesstaaten sind auch Schwergewichte wie Kalifornien und New York. Fest steht nur, dass der Deutschen Telekom eine Hängepartie bevorsteht. Dabei hatte sie sich mit dem Verkauf von T-Mobile USA eigentlich eines Sorgenfalls entledigen wollen. Die Deutschen hatten es versäumt, ihr Netz auszubauen und können bis heute das beliebte iPhone-Handy von Apple nicht anbieten. Kunden sprangen ab. Dafür gilt T-Mobile USA als preisgünstig.

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  • rtr
  • dpa
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