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Kommentar ARD und ZDF sollten effizienter arbeiten, statt mehr Geld zu verlangen

Streamingdienste wie Netflix machen es vor: Sie liefern hohe Qualität für wenig Geld. Die Forderung nach höheren Rundfunkbeiträgen wirkt dagegen wie aus der Zeit gefallen.
5 Kommentare
ARD und ZDF sollten effizienter werden, statt mehr Geld zu verlangen Quelle: dpa
Rundfunkbeitrag

Im Medienmarkt sinken die Endpreise tendenziell – nur nicht bei den Öffentlich-rechtlichen.

(Foto: dpa)

Man kann sich günstigere Tage vorstellen, um einen „moderaten Anstieg der Rundfunkgebühren“ ins Gespräch zu bringen. Erst recht, wenn man das geforderte Gebührenplus so begründet, wie es nun ZDF-Intendant Thomas Bellut tat: Ohne höhere Beiträge sei das Qualitätsniveau der Öffentlich-Rechtlichen „auf keinen Fall zu halten“.

Von diesem Qualitätsanspruch überzeugen konnten sich die Zuschauer von ARD und ZDF über Weihnachten anhand des üblichen Malstroms aus Helene-Fischer-Show und Spielfilmwiederholungen. Wohl dem, der in diesen Tagen ein Netflix-Abo hatte. Womit wir beim eigentlichen Problem wären: Getrieben von Streaminganbietern muss derzeit die gesamte Medienbranche ihre Preispunkte überdenken.

Qualitätsmedien wie der „Spiegel“, die „Financial Times“ oder auch das Handelsblatt haben Digitalabonnements eingeführt, die billiger sind als das jeweilige Abo der gedruckten Zeitung. Das geschieht aus der Erkenntnis heraus: Ja, es gibt bei Kunden eine Zahlungsbereitschaft für attraktive digitale Angebote.

Brauchen wir das ZDF?

Aber die liegt eben eher bei den 7,99 Euro, die ein Netflix-Abo im Basispaket kostet, als bei den 40 bis 70 Euro für ein Zeitungsabonnement. Interessiert nicht, könnten die Verantwortlichen bei den Öffentlich-Rechtlichen sagen. Über ihre Preise beschließt ja eine staatliche Kommission. Doch diese Tatsache als Freibrief für Gebührenerhöhungen misszuverstehen wäre kurzsichtig.

In einem Medienmarkt, in dem die Endpreise tendenziell sinken – bei gleichbleibender oder sogar steigender redaktioneller Qualität –, müssen sich auch ARD und ZDF fragen lassen: Wo strengt ihr euch an, um effizienter zu werden? Wie nutzt ihr die Kostenvorteile und positiven Skaleneffekte digitaler Medienproduktion? Warum zum Beispiel unterhält noch immer jede ARD-Anstalt eine eigene Mediathek mitsamt App?

Oder noch radikaler: Wozu brauchen wir neben der ARD eigentlich ein gebührenfinanziertes Zweites Deutsches Fernsehen?

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5 Kommentare zu "Kommentar: ARD und ZDF sollten effizienter arbeiten, statt mehr Geld zu verlangen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wir finanzieren den ÖR um Meinungsvielfalt zu sichern. Damit nicht einfach ein Eigentümer/Verleger wie Holtzbrink einen kritischen Journalisten wie Gabor Steingart von heute auf morgen rausschmeißen kann, weil er sich über einen Artikel geärgert hat.
    Soviel zur Theorie.



  • Wenn wir nur ARD, ZDF und dritte Programme (nur regional von 17 bis 22h) hätten, wäre schon viel Geld gespart.
    Wer braucht die vielen Spartenkanäle und Sonderprogramme?

  • ARD und ZDF fordern Gebührenerhöhung. Für Was??
    Wenn ich die Begründung höre "Qualitätsfernsehen" so kann ich nur fragen wo wird das ausgestrahlt?
    Das sind doch laufend noch nichteinmal Qualitätswiederholungen ohne Ende.

    Beim Weihnachtsprogramm schließe ich mich dem Kommentar von Herr Michael Zeindlmeier
    28.12.2018, 08:58 Uhr, an,

  • ... ARD und ZDF sind so etwas wie Regierungs Nachrichten Sender:
    Besonders am Nikolaustag vor der Wahl AKKs zur CDU Vorsetzenden konnte man eine Lobhudelei auf AKK und kritische Stimmen zu Herr Merz hören. Als kleines Feigenblatt durfte ein Journalist recht sachlich kommentieren.
    ARD und ZDF stehen neben den schwachen sich ständig wiederholenden Filmen der GEZ Standard - Schauspieler für klare Verkündigungen, was das Volk zu Denken und zu tun hat.
    Erziehungs - TV für Erwachsene - und natürlich auch für Kinder!
    Alles zielt auf ein "Weiter so".

  • Was heißt hier mehr Geld verlangen. Wenn man sich das Weihnachtsprogramm von 2018 wieder anschaut, zum kotzen. Wiederholungen so weit das Auge reicht. Abgedroschene Filme die schon seit wenigstens 20 Jahren pünktlich zu Weihnachten den Kunden serviert werden. Bei den Kabelsendern sieht das nicht anders aus.
    Hier sollten sich die Verantwortlichen schnellstens was einfallen lassen als sich immer über Gebührenerhöhungen Gedanken zu machen. Mal sehen ob sich Weihnachten 2019 was ändert.

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