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Kommentar Eine Fusion ist für die Telekom die beste Option

Der Zusammenschluss der US-Mobilfunktochter der Telekom mit dem Konkurrenten Metro PCS ist nach dem gescheiterten Verkauf des Unternehmens die beste Alternative. Doch ein Selbstläufer ist die Transaktion nicht.
04.10.2012 - 11:49 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Die Telekom nimmt einen zweiten Anlauf in den USA: Sie fusioniert die Mobilfunktochter T-Mobile USA mit dem kleinen amerikanischen Rivalen Metro PCS. Dieser Schritt ist zwar keine endgültige Lösung ihrer Probleme in Amerika. Aber er ist nach dem gescheiterten Verkauf von T-Mobile USA an AT&T die beste Option. Denn nach dem Veto der Aufsichtsbehörden gegen diesen Verkauf war klar, dass T-Mobile USA nicht mit einem der drei großen Wettbewerber fusionieren durfte, um ihrer misslichen Lage als kleinster Anbieter zu entkommen.

Unter den kleinen Anbietern wiederum ist Metro PCS die beste Wahl. Die Amerikaner besitzen genau in den Gegenden viele Funkfrequenzen, wo T-Mobile zu wenige hat. Diese Frequenzen sind die Basis für die neuen Netze der vierten Generation, die die Mobilfunker derzeit bauen. Die Netze transportieren in Sekundenschnelle riesige Datenmengen, die zum Beispiel anfallen, wenn Videos via Handy verschickt werden.

Sandra Louven
Die Autorin

Sandra Louven ist Korrespondentin in Madrid.

Alternativ hätte T-Mobile USA darauf warten können, dass die US-Regierung neue Funkfrequenzen versteigert. Aber es ist ungewiss, wann das passiert. Und die Lage der Telekom-Tochter wird durch Abwarten nicht besser.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Fusion ist ein geschickter Weg, um T-Mobile USA an die Börse zu bringen - denn Metro PCS ist bereits gelistet. So kann die Telekom nach und nach Anteile an die Börse bringen und sich sukzessive aus dem schwierigen Markt verabschieden.

Fusion hat faden Beigeschmack für Obermann
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