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Kommt Regine Büttner? Telekom streitet um Personalvorstand

Die Sitzung des Telekom-Aufsichtsrates am heutigen Dienstag wird spannend: Über die Nachfolge von Personalvorstand Heinz Klinkhammer ist noch immer nicht entschieden. Regine Büttner, die Wunschkandidatin von Verdi, ist sowohl wegen ihrer familiären Nähe zur Gewerkschaft, als auch aufgrund ihrer persönlichen Eignung umstritten. Schon fällt das Wort „Skandal“.
  • Sandra Louven und Sven Afhüppe
Verdi sähe gerne Regine Büttner als Personalvorstand. Foto: Telekom

Verdi sähe gerne Regine Büttner als Personalvorstand. Foto: Telekom

DÜSSELDORF/BERLIN. Büttners Ehemann sitzt als Verdi-Bundesvorstand im Aufsichtsrat der Deutschen Post. Er will sein Post-Mandat allerdings Anfang kommenden Jahres vorzeitig aufgeben. „Wenn diese Frau Personalvorstand würde, wäre das ein absoluter Skandal“, schimpft dennoch Professor Manuel René Theisen, Corporate-Governance-Experte an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. „Als Ehefrau eines Verdi-Mitglieds ist der Interessenkonflikt doch eingebaut.“

Aufsichtsratchef Klaus Zumwinkel dürfe eine solche Personalie nicht beschließen, fordert der Experte. „Die Berufung der Vorstände ist die wichtigste Aufgabe eines Aufsichtsratchefs, und es kann nicht angehen, dass man einen Dax-Konzern sehenden Auges in einen solchen Konflikt führt“, so Theisen. „Damit handelt der Aufsichtsratchef nicht hinreichend verantwortungsbewusst im Interesse des Unternehmens.“

Zumwinkel hat bereits vor zwei Wochen signalisiert, dass er mit der Wahl von Regine Büttner einverstanden wäre. Kritiker, die nicht genannt werden wollen, werfen ihm vor, er wolle sich mit der Telekom-Personalie das Wohlwollen bei der anstehenden Umstrukturierung der Post sichern. Die anhaltende Diskussion um Büttner ist nach Ansicht von Beobachtern deshalb auch eine Gefahr für Zumwinkel selbst.

Meinungsverschiedenheiten mit Finanzinvestor

Noch wackelt Zumwinkels Position aber offenbar nicht. Medien hatten berichtet, der Telekom-Anteilseigner Blackstone habe bei dem Großaktionär Bund schon vor Wochen eine Ablösung Zumwinkels gefordert hat. Nach Informationen des Handelsblatts aus dem Finanzministerium hat Blackstone aber zu keiner Zeit einen neuen Aufsichtsratschef gefordert. Finanzminister Peer Steinbrück habe in den vergangenen Wochen zwar mehrfach mit Blackstone-Chef Stephen Schwarzman telefoniert, dabei sei es aber immer nur um die Geschäftsaussichten der Telekom gegangen.

Richtig ist aber offenbar, dass es Meinungsverschiedenheiten zwischen Blackstone und Zumwinkel gegeben hat. Aus Eignerkreisen verlautet, der US-Finanzinvestor habe einen internationalen Manager als Nachfolger von Kai-Uwe Ricke bevorzugt. Zumwinkel habe mit Blick auf die Bundesbeteiligung und die Regulierung der Telekom aber einen Kandidaten bevorzugt, der sich mit den deutschen Gegebenheiten auskennt.

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