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Konkurrenz für Spotify Wettbewerbshüter nehmen Apple ins Visier

Apple steigt relativ spät ins Geschäft mit Musik-Streaming aus dem Netz, hat aber tiefe Taschen und viele potenzielle Nutzer mit iPhones. Der bisherige Marktführer Spotify besorgt sich erst einmal frisches Geld.
10.06.2015 - 12:53 Uhr Kommentieren
Apple hatte am Montag mit Apple Music einen Konkurrenten für den Streamingdienst Spotify vorgestellt. Quelle: ap
Apple-CEO Tim Cook (r.) und Beats-Mitbegründer Jimmy Iovine

Apple hatte am Montag mit Apple Music einen Konkurrenten für den Streamingdienst Spotify vorgestellt.

(Foto: ap)

Bangalore/Stockholm Wettbewerbshüter nehmen in den USA den neuen Musik-Streaming-Dienst von Apple unter die Lupe. Die Staatsanwaltschaften der Bundesstaaten New York und Connecticut prüfen, ob Musik-Konzerne von dem iPhone- und iPad-Hersteller unter Druck gesetzt werden, Apple Music zu bevorzugen. Es sei wichtig, den Streaming-Markt vor geheimen Absprachen und anderem wettbewerbsfeindlichem Verhalten zu schützen, sagte ein Sprecher der New Yorker Staatsanwaltschaft.

Universal Music Group erklärte, es habe keine Absprachen gegeben. Ein Apple-Sprecher lehnte einen Kommentar ab, der Generalstaatsanwalt in Connecticut war zunächst nicht zu erreichen. Von der Untersuchung hatte zuvor die „New York Times“ berichtet.

Der Musik-Dienst Spotify hat indes kurz vor dem Start des Konkurrenzangebots von Apple seine Kriegskasse mit mehr als einer halben Milliarde Dollar aufgefüllt. Die Finanzierungsrunde brachte insgesamt 526 Millionen Dollar (rund 465 Mio Euro) ein, wie die schwedische Firma am Mittwoch bestätigte.

Teil der Geldspritze ist eine Investition von 115 Millionen Dollar vom Telekommunikations-Konzern Telia Sonera. Der führende Mobilfunk-Betreiber in Schweden und Finnland bekam dafür einen Anteil von 1,4 Prozent. Spotify wurde bei diesem Deal folglich mit gut 8,2 Milliarden Dollar bewertet.

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    Unter den weiteren Geldgebern seien britische und kanadische Finanzinvestoren, berichtete das „Wall Street Journal“. Telekom-Unternehmen sind interessante Partner für Streaming-Dienste, weil sie deren Datenverkehr von den Volumen-Obergrenzen in Tarifen ausnehmen können.

    Apple hatte am Montag einen konkurrierenden Dienst vorgestellt, der am 30. Juni starten soll. Beim Streaming werden die Songs direkt aus dem Netz abgespielt, Apple setzte bisher auf Downloads. Zu dem Angebot gehört auch ein 24-Stunden-Radiosender im Netz.

    Bei Apple spielt die Musik
    Tim Cook und Jimmy Iovine bei der Präsentation von Apple Music
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    Apple ist der größte Musikhändler der Welt, mit seiner Plattform „iTunes“ verdient der Konzern Milliarden. Doch der Trend ist klar: Die Nutzer schwenken von Download- zu Streaming-Diensten um, die direkt aus dem Internet spielen. Nun will Apple daher ein neues Kapitel im Musikgeschäft aufschlagen. Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco präsentierte der Konzern in einer rund zweieinhalb Stunden langen Präsentation unter anderem seinen neuen Dienst Apple Music. Zu diesem gehört unter anderem ein Streaming-Service, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden.

    Quelle: dpa

    (Foto: ap)
    Zugriff auf 30 Millionen Songs
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    Das Abo kostet 9,99 Dollar im Monat, Familien erhalten einen Sondertarif von 14,99 Dollar für bis zu sechs Personen. Für den Abo-Preis bekommt man Zugriff auf 30 Millionen Songs, drei Probemonate gibt es kostenlos. Preise für Deutschland soll es näher zum Starttermin geben. Dazu kommt ...

    (Foto: AFP)
    Radio
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    ... der Start des kostenlose Internet-Radios Beats One. Apple bündelt damit alle seine Musik-Angebote in einer App.

    (Foto: AFP)
    Jimmy Iovine
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    Apple Music soll außerdem eine Plattform sein, über die Fans ihren Lieblingskünstlern folgen und die Musiker neue Titel veröffentlichen können. Etwas ähnliches hatte Apple 2010 bereits mit dem Musik-Netzwerk „Ping“ versucht, das zwei Jahre später wegen Erfolglosigkeit eingestellt wurde.

    (Foto: ap)
    Begeisterter Konzernchef
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    Apple bündelt damit alle seine Musik-Angebote in einer App. Apple Music „wird die Art, wie Sie Musik erleben, für immer verändern“, versprach Konzernchef Tim Cook am Montag. Einzelne Songs wird man auch mit Hilfe der Siri-Sprachsteuerung aussuchen können.

    (Foto: AFP)
    Mehr Leistung für's iPhone
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    Apple hatte noch weitere Neuerungen im Gepäck, vor allem rund ums iPhone und das neue Mobil-System iOS 9. Da dieses effizienter aufgebaut wurde, soll ein iPhone damit bei typischem Gebrauch eine Stunde länger laufen als bisher. Zudem gibt es einen neuen Stromsparmodus, der einige Funktionen abschaltet. Auf dem iPad können künftig auch zwei Apps nebeneinander angezeigt werden - allerdings nur auf dem neuesten Modell iPad Air 2.

    (Foto: ap)
    Persönlicher Assistent
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    Neue Funktionen sollen das iPhone zudem stärker zum persönlichen Assistenten machen. Es kann zum Beispiel automatisch Termine aus E-Mails erstellen oder ausgehend aus der Verkehrslage empfehlen, früher zu einem Termin loszufahren. Apple geht damit einen ähnlichen Weg wie Google. Der Internet-Konzern verfolgt diesen Ansatz bei seinem Dienst Google Now.

    (Foto: AFP)

    Spotify gilt als Marktführer bei Streaming-Angeboten mit zuletzt über 60 Millionen Nutzern. Rund jeder Vierte davon ist zahlender Abo-Kunde. Der Großteil gibt sich aber mit der werbefinanzierten Gratis-Variante zufrieden, die einen eingeschränkten Funktionsumfang hat. Apple verzichtet auf eine kostenlose Version. Experten trauen Apple angesichts Hunderter Millionen bestehender iTunes-Kunden und guter Kontakte in die Musikszene allerdings großen Erfolg zu.

    Spotify baute zuletzt das Angebot über Musik hinaus mit Videoinhalten von Fernsehsendern und anderen Medien aus. Außerdem will der Dienst mit intelligenten Services punkten: So kann die Spotify-App beim Joggen die Auswahl der Musikstücke an das Lauftempo anpassen. Außerdem sollen Vorschläge für die Nutzer stärker auf deren Musikgeschmack zugeschnitten werden.

    • rtr
    • dpa
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