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Konsortium Toyota will Chip-Konzern Renesas retten

Ein Konsortium japanischer Unternehmen um den Autobauer Toyota erwägt offenbar ein Rettungspaket für den ums Überleben kämpfenden Halbleiter-Konzern Renesas. Kreisen zufolge sei ein Milliarden-Angebot im Gespräch.
22.09.2012 - 10:18 Uhr 4 Kommentare
Renesas Electronics in Tokio. Quelle: Reuters

Renesas Electronics in Tokio.

(Foto: Reuters)

Tokio Unter anderem sei ein Angebot über umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro für einen Kontrollanteil an dem weltweit führenden Hersteller von Microcontroller-Prozessoren für die Auto-Elektronik im Gespräch, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Samstag. Ziel sei es, eine Offerte des US-Finanzinvestors KKR für den japanischen Chip-Produzenten über rund eine Milliarde Euro auszustechen.

Zu der Firmengruppe um Toyota und den Fonds Innovation Network Corp gehören der Wirtschaftszeitung "Nikkei" zufolge die Autobauer Nissan und Honda, die Technologiekonzerne Canon, Panasonic und Fanuc sowie die Autozulieferer Denso und Keihin. Es sei zudem möglich, dass das Konsortium dem deutschen Autozulieferer Bosch und anderen ausländischen Firmen anbietet, sich an dem Vorhaben zu beteiligen.

Renesas hat im vergangenen Jahr erneut einen hohen Verlust eingefahren. Der harte Wettbewerb und das schwierige konjunkturelle Umfeld hatten bereits den heimischen Rivalen Elpida aus der Bahn geworfen, der im Februar Insolvenz anmeldete. Auch Renesas ist im Rennen um immer kleinere und schnellere Chips mit Branchenführern wie dem südkoreanischen Samsung -Konzern immer weiter zurückgefallen. Nun streicht der Konzern rund 5.000 Arbeitsplätze und plant den Verkauf der Hälfte seiner 19 Werke in Japan.

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    • rtr
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    4 Kommentare zu "Konsortium: Toyota will Chip-Konzern Renesas retten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Bosch hat genug eigene Werke für Halbleiter in Deutschland. Einzig Patente und spezielles Fachwissen wären für Bosch interessant. Wobei hier die Frage ist, was die dem aktivsten Patentanmelder Deutschlands bieten können.

    • Dass eine Reihe von Elektroniker Unternehmen nun umfallen, ist der beste Beweis dafuer, dass das japanische Keiretsu-Modell nicht mehr zeitgemaess ist. Nun will ein Konsortium japanischer Unternehmen Renesas retten... Die Japaner haben noch nicht begriffen, dass auch ein neues Keiretsu das Problem der Langsamkeit und Unbeweglichkeit nicht loesen kann.

      Es ist dennoch das kleinere Uebel, Renasas so zu retten. KKR wuerde sicher keine Ruecksicht nehmen, die Produktangebote drastisch und sofort zu verkleinen.

      Uebrigens glaube ich nicht, dass Bosch daran beteiligt ist. Das passt einfach nicht. Das hat Bosch nicht noetig.

    • +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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    • Bei Menschen gibt es Lohndumping und bei Microcontrollern Einkaufspreisdumping. Beide Dumpingmodellen zeichnen sich dadurch aus, dass der Kunde Autoindustrie in einer überschabaren Zeitphase gewinnt (billiger Einkauf), aber doch den Krieg verliert.

      Beim Lohndumping eruieren Volkswirtschaften, durch die Unfähigkeit sich selbst tragende Renten aufzubauen. Beim Einkaufspreisdumping können Hersteller vom Markt verdrän werden, da sie ausbluten und keine gescheiten Investitionen mehr tätigen können ... von Forschungsausgaben mal ganz zuschweigen.

      Im Fall der Mikrocontroller schädigen sich die Hersteller selbst. Südkorea und danach China werden klotzen und das Geschäft weiter ausbauen ... und wenn es keine Konkurrenz von nennenswerter Bedeutung mehr gbt .... richtig zulangen. Gleichzeitig wird das Ultramodernste zuerst den eigenen Produkten zugute kommen. Premiumhersteller wie TOYOTA u.a. sorgen sich zurecht um Ihren Markt. Gleichzeitig müssten südkoreanische und chinesisce Hersteller schon früh konstruktiv in die Produktpoltik einbezogen werden. Das ist auch nicht schön.

      Das TOYOTA RENESAS nun retten will und selbst vielleicht BOSCH u.a. ebenfalls unterstützen wollen ... ist logisch.

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