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Konsumelektronik Solar-Kuh und selbstfahrende Rollstühle – die Produktneuheiten der CES

Auf der Konsumelektronikmesse in Las Vegas werden zahlreiche Innovationen präsentiert. Eine Auswahl.
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Auf der Konsumelektronikmesse in Las Vegas werden zahlreiche Innovationen präsentiert. Quelle: AP
CES

Auf der Konsumelektronikmesse in Las Vegas werden zahlreiche Innovationen präsentiert.

(Foto: AP)

Las VegasMan könnte das schlichte Stahlgestell auf den ersten flüchtigen Blick für eine Kuh halten. Doch die Haut besteht aus Sonnenkollektoren und an den „Eutern “ lassen sich Batterien in Form von Milchkannen anschließen. Kinder aus Afrika können an dieser „Solar-Kuh“ morgens vor der Schule ihre Batterien anschließen. Nach dem Unterricht tragen sie sie nach Hause und liefern so der kleinen Familienhütte Strom für einen Tag.

Yolk hat mit der Solar Cow vor dem Start der CES den Innovationspreis gewonnen. Quelle: Reuters
Solar Cow

Yolk hat mit der Solar Cow vor dem Start der CES den Innovationspreis gewonnen.

(Foto: Reuters)

Die „Solar Cow“ mit der „Power Milk“ des Unternehmens YOLK hat auf der diesjährigen Innovationsmesse CES in Las Vegas schon vor dem offiziellen Start einen Innovationspreis ergattert. Das Ziel ist einfach: Die oft mittellosen Eltern in der afrikanischen Steppe müssen ihre Kinder nicht mehr losschicken, um Brennholz zu sammeln. Sie können stattdessen morgens in die Schule gehen und kommen danach mit der dringend benötigten Energie wieder zurück. Das schont die Umwelt und verhindert Kinderarbeit.

Weniger weltverbessernd, aber trotzdem wichtig, ist ein modischer Ledergürtel der Welt Corp. aus der Schweiz. Integrierte Sensoren sollen die Ess- und Bewegungsgewohnheiten nachhalten und warnen, wenn sich der Gürtelträger unsicher bewegt und sich besser setzen sollte, um Stürze zu vermeiden. Besonders ältere Menschen werden das zu schätzen wissen, so Ken Roh. Er ist einer der früheren Samsung-Mitarbeiter, die das Projekt initiiert haben und Wearables wie der Apple Watch Konkurrenz machen wollen.

Ein intelligenter Gürtel ist vielleicht nicht weltbewegend, aber er zeigt die Spannweite der Erfindungen und Projekte, mit denen am Sonntag inoffiziell die Konsumelektronikmesse in Las Vegas eröffnet wurde, zu der bis Freitag insgesamt über 100.000 Besucher erwartet werden. Die „CES Unveiled“ präsentierte eine Auswahl der wichtigsten, sinnvollsten, nützlichsten, witzigsten und unnötigsten Innovationen. Technologie, die die Welt retten oder auch nur ein wenig spaßvoller machen soll.

So wie „OhMiBod“, selbsternannter Marktführer in „Teledildonics“. OhMiBod ist ein ferngesteuertes Erwachsenenspielzeug, mit dem Nutzer per Fernsteuerung, Apple Watch, Smartphone oder nun auch Amazon Alexa gegenseitig ihren Stimulationsgrad bestimmen können – egal wo er oder sie sich gerade befindet.

Das Unternehmen Loop kümmert sich um die Ohren. Stylischen Gehörschutz verspricht das vor vier Jahren gegründete Start-up aus San Francisco. Die kleinen runden Schalldämpfer schmiegen sich an die Ohrmuschel und sind für knapp 30 Dollar in den Farben Rot, Gold oder Silber verfügbar.

Die zwei Gründer Brian Gannon und Ethan Ballweber litten selbst nach einem Gehörsturz an der Dauerfiep-Krankheit Tinnitus, wollten aber dennoch nicht auf Konzertbesuche verzichten. So entstand die Idee für den funktionalen Ohrschmuck. Ihr Schicksal ist kein Einzelfall. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzen sich 1,1 Milliarden Menschen weltweit dem Risiko aus, ihr Gehör zu verlieren, weil sie ihre Ohrmuschel mit zu großem Krach über eigene Kopfhörer oder bei Live-Events beschallen.

Loops kleine Kopfhörer regulieren die Lautstärke im Raum oder Konzerthalle um 20 Dezibel herunter. Der akustische Kanal ahmt die Funktion des Innenohrkanals nach und filtert Töne, ohne die Musikqualität zu reduzieren, wirbt Loop.

Ein Produkt zur Völkerverständigung präsentiert Waverly aus New York. Es bietet für 250 Dollar Kopfhörer an, die das Gesagte simultan übersetzen und dem Träger ins Ohr flüstern. In ihrer kugeligen Form erinnern sie an die Airpods. Um nach Übersetzungen ins Chinesische zu suchen, nutzt die Software von Waverly die chinesische Suchmaschine Baidu und Google für englische Vokabeln. Die Funktionen steuert der Nutzer über die zugehörige App auf seinem Smartphone. Waverly läuft auf den Betriebssystemen Android und iOS. Die im Stadtteil Brooklyn ansässige Firma startete 2016 auf der Crowdfunding-Plattform Indigogo und will inzwischen knapp 30.000 übersetzende Kopfhörer verkauft haben.

Das Unternehmen Whill bietet selbstfahrende Rollstühle an. Quelle: whill.us
Whill.Us

Das Unternehmen Whill bietet selbstfahrende Rollstühle an.

(Foto: whill.us)

Noch nichts verkauft hat dagegen Whill. Die Firma aus dem kalifornischen San Carlos baut selbstfahrende Rollstühle. Sie sind bereits im Testbetrieb in Krankenhäusern und großen Flughäfen wie Heathrow oder La Guardia in New York. Die „autonomen Fahrsysteme“ sollen laut CEO und Mitgründer Satoshi Sugie später mit Künstlicher Intelligenz und Maschinenlernen automatisch Patienten für Untersuchungen abholen oder Passagiere zu ihren Flügen transportieren und irgendwann auch Zuhause versorgen.

Mit der App von Flexit können Nutzer Fitnessstudios nutzen, ohne langjährige Verträge abzuschließen. Die Abrechnung erfolgt im Minutentarif.
Flexit

Mit der App von Flexit können Nutzer Fitnessstudios nutzen, ohne langjährige Verträge abzuschließen. Die Abrechnung erfolgt im Minutentarif.

Passend zu den guten Vorsätzen fürs neue Jahr hilft „Flexit“ so manchem Kunden viel Geld zu sparen. Die App für Smartphones bietet Fitnessstudios zum Minuten- statt Monats- oder Jahrestarif an. Der Trainingswillige bucht sich ein und die App findet ein Studio in der Nähe, das bereit ist, ihn kurzfristig für ein paar Minuten trainieren und bezahlen zu lassen.

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