Konzentration auf Internet-Telefonie KPN will 8000 Stellen streichen

Der niederländische Telekomkonzern KPN rechnet für 2005 mit einem starken Rückgang seines operativen Gewinns. Daher sollen in den kommenden fünf Jahren rund 8000 der aktuell 31 000 Stellen gestrichen werden. Das kündigte Vorstandschef Ad Scheepbouwer am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts für 2004 an.
KPN will sich auf die Entwicklung der Telefonie im Internet konzentrieren. Foto: dpa

KPN will sich auf die Entwicklung der Telefonie im Internet konzentrieren. Foto: dpa

HB DEN HAAG. Der Mutterkonzern von E-Plus will sich auf die Entwicklung der Telefonie im Internet konzentrieren. KPN will hier den „Angriff“ starten und Marktführer werden. Mit dem Internet werde alles billiger und einfacher, sagte Scheepbouwer. „Das bedeutet auch, dass unsere Dienste von deutlich weniger Menschen angeboten werden können.“

Für das vergangene Jahr weist KPN einen Reingewinn von 1,5 Mrd. € aus. Im Jahr davor waren es einschließlichen einer einmaligen Steuervergünstigung 2,7 Mrd. €. Der Umsatz ging von 11,8 Mrd. in 2003 leicht auf 11,7 Mrd. € zurück. Im Bereich Mobilfunk stieg der Umsatz um 6,2 % auf 5,2 Mrd. €. Dabei wurde ein Rückgang in den Niederlanden durch Wachstum in Deutschland und in Belgien ausgeglichen.

Für 2005 rechnet der Mutterkonzern des in Deutschland aktiven Mobilfunkunternehmens E-Plus zudem mit stagnierenden Umsätzen. Der Abbau von jährlich zwischen 1500 und 1750 Stellen bis 2010 soll nach Unternehmensangaben vorwiegend das Festnetzgeschäft betreffen. Ab 2010 werde dadurch mit Kosteneinsparungen von jährlich 850 Mill. € gerechnet.

Für 2005 prognostizierte der größte niederländische Telekomkonzern außerdem einen Rückgang des Ergebnisses vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Restrukturierungskosten im hohen einstelligen Prozentbereich. Der stärkste Ebitda-Rückgang werde für das erste Quartal erwartet.

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