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Korruptionsaffäre bei Infineon Der "Königsmörder" musste gehen

Infineons Speicherchip-Vorstand Andreas von Zitzewitz trat am Samstag zurück, nachdem die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen ihn öffentlich gemacht hatte. Der Fall wird den ehemaligen Vorstandschef Ulrich Schumacher freuen, war es doch von Zitzewitz, der maßgeblich zu Schumachers Rauswurf im März 2004 beigetragen hatte.
Hatte Ulrich Schumacher die Finger mit im Spiel? Foto: dpa

Hatte Ulrich Schumacher die Finger mit im Spiel? Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Von Zitzewiz wird verdächtigt, sechsstellige Bestechungsgelder für Sponsoren-Verträge im Motorsport kassiert zu haben. Nicht wenige glauben, dass bei den Ermittlungen auch Schumacher seine Finger im Spiel hatte. Der „Spiegel“ schreibt, die Ermittler hätten dem ehemaligen Chef am Freitag ebenfalls einen Besuch abgestattet. Er werde als Zeuge geführt. „Mit dem Rücktritt von Zitzewitz' ist der Rache-Feldzug Schumachers vielleicht jetzt beendet“, sagt ein Branchenexperte.

Nicht zufällig dreht sich die neueste Affäre um die Formel 1. Motorsport spielte im Beziehungsgeflecht des glamourösen Vorstandschefs Schumacher eine zentrale Rolle. Zum Börsengang fuhr er an der Wall-Street im Rennfahrer-Outfit im Porsche vor; seine engsten Vertrauten - darunter auch von Zitzewitz - nahmen gemeinsam mit ihm häufig an Autorennen teil. „Die beiden waren große Buddies“, sagt ein Unternehmenskenner. Fast 20 Jahre lang arbeiteten von Zitzewitz und Schumacher erst bei Siemens und dann bei Infineon zusammen. Umso größer sei der Bruch gewesen, als sich von Zitzewitz im vergangenen Jahr gegen Schumacher stellte.

Die Vorstandskollegen warfen Schumacher damals einen selbstherrlichen Führungsstil vor, zudem war sich die Führungsspitze über die Strategie uneins. In der Branche wunderten sich einige, dass sich alle Vorstandsmitglieder um von Zitzewitz nach dem Wechsel an der Spitze trotz ihrer Rolle als Königsmörder zunächst im Amt halten konnten.

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