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Kurznachrichtendienst Twitter verkaufte Daten an Forscher mit Verbindung zu Cambridge Analytica

Der Kurznachrichtendienst gerät laut einem Bericht in den Datenskandal um Cambridge Analytica. Eine interne Untersuchung lief bereits.
30.04.2018 - 06:17 Uhr Kommentieren
Vor dem Hintergrund des Datenskandals könnte die Verbindung Twitters zu Professor Aleksandr Kogan das Unternehmen weiter unter Druck setzen. Quelle: AP
Twitter

Vor dem Hintergrund des Datenskandals könnte die Verbindung Twitters zu Professor Aleksandr Kogan das Unternehmen weiter unter Druck setzen.

(Foto: AP)

New York Aleksandr Kogan, der Forscher, der der britischen Analysefirma Cambridge Analytica Informationen von Millionen von Facebook-Profilen verschaffte, hat auch Daten von Twitter gekauft, wie die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ am Sonntag berichtet.

Dem Unternehmen Kogans, Global Science Research (GSR), sei im Jahr 2015 einen Tag lang Zugang zu umfassenden öffentlichen Twitter-Informationen gestattet worden, schreibt „Bloomberg“ mit Bezug auf eine Stellungnahme von Twitter weiter.

Die Nachrichtenagentur zitiert den Kurznachrichtendienst: „GSR hatte 2015 einen einmaligen API-Zugang zu einer stichprobeartigen Auswahl an öffentlichen Tweets aus einem Zeitraum von fünf Monaten – von Dezember 2014 bis April 2015 – erhalten.“

GSR habe für die Informationen gezahlt, sagt Twitter. Mit Blick auf die jüngsten Ereignisse habe der Konzern aber eine interne Untersuchung eingeleitet und festgestellt, dass keine persönlichen Informationen von Twitter-Nutzern herausgegeben wurden. Cambridge Analytica selbst sowie zugehörige Firmen habe man als Werbepartner ausgeschlossen.

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    Laut „Bloomberg“ verschafft Twitter auf seiner Plattform bestimmten Unternehmen über Programmierschnittstellen (APIs) oder Software Zugang zu öffentlichen Informationen. Diese würden sie dann nutzen, um Veranstaltungen, öffentliche Meinungen oder den Kundenservice zu analysieren.

    Seit dem Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica, von dem 87 Millionen Nutzer betroffen sind, stehen soziale Netzwerke unter Druck. Facebook erhielt viel Kritik von Kunden, aber auch von Politikern aus den USA und der EU.

    Unternehmenschef Mark Zuckerberg musste sich vor dem US-Kongress rechtfertigen und zudem drohen strengere Regulierungen.

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