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Landesgesellschaften konkurrieren untereinander Deutschland-Chef baut IBM um

IBM Deutschland steht vor einem massiven Wandel. Das Unternehmen muss sich künftig nicht mehr nur mit Konkurrenzfirmen messen, sondern auch mit anderen Landesgesellschaften. Um zu bestehen, will sich der heimische IBM-Zweig auf die Bereiche konzentrieren, in denen er besonders gut ist. Die Mitarbeiter dürften über die Pläne nicht besonders erfreut sein.
Auf der gerade laufenden Cebit in Hannover präsentiert sich IBM mit dieser Monitorkugel. Foto: ap Quelle: ap

Auf der gerade laufenden Cebit in Hannover präsentiert sich IBM mit dieser Monitorkugel. Foto: ap

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FRANKFURT. „Wir werden künftig nicht mehr alles machen, sondern die Bereiche stärken, in denen wir über besondere Kompetenzen verfügen", sagt Martin Jetter, seit November vergangenen Jahres Chef der deutschen Landesgesellschaft des IT-Riesen IBM, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Dabei schließt der Manager auch eine Trennung von Mitarbeitern nicht aus. Eine Größenordnung nennt er aber nicht.

Die Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund der neuen Strategie von IBM-Chef Sam Palmisano. Er will bei Projekten die notwendigen Kompetenzen aus dem weltweiten Konzernverbund akquirieren und sich so besser gegen den wachsenden Wettbewerb stemmen. Zwar wurden schon bisher Erfahrungen zwischen den einzelnen Landestöchtern ausgetauscht, doch wurde das Potenzial hier in den Augen von Analysten zu wenig genutzt.

Auch andere IT-Dienstleister gehen diesen Weg. Sie reagieren damit auf den wachsenden Preisdruck. Über eine stärkere Verteilung der Aufgaben und die bessere Nutzung von Kompetenzen in Niedriglohnländern (Offshore) können die Unternehmen wettbewerbsfähige Angebote unterbreiten. „Jeder große Dienstleister hat heute Kapazitäten in Indien und anderswo. Die Kunden erwarten, dass sie dadurch Preisvorteile haben", sagt Christophe Chalons vom Münchener Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC). Laut Chalons ist „die stärkere globale Vernetzung ist für die IT-Dienstleister derzeit ein großes Thema". Er verweist auf Anbieter wie etwa Accenture. „Dort ist der Offshore-Anteil in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen."

Auch das britisch-niederländische Unternehmen Logica CMG verfolgt diese Strategie. „Offshore ist mittlerweile fester Bestandteil unserer Angebote. Wir können den Anteil aber je nach Kundenwunsch erhöhen oder absenken", sagt Deutschland-Chef Torsten Strass.

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