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Langer Poker um das traditionsreiche konservative Blatt erwartet Springer will für britische Zeitung „Daily Telegraph“ bieten

Die Axel Springer AG will ein Angebot für die britische Tageszeitung „Daily Telegraph“ abgeben. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Damit tritt der Berliner Verlag (Bild, Die Welt) im Poker um die zum Verkauf stehende Londoner Tageszeitung gegen starke internationale Konkurrenz an.
  • G. Lipinski (A. Hoffbauer; Handelsblatt)

LONDON/HAMBURG. Die Axel Springer AG will ein Angebot für die britische Tageszeitung „Daily Telegraph“ abgeben. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen.Zahlreiche US-Medienkonzerne, britische Zeitungsgruppen sowie finanzstarke Private- Equity-Firmen bereiten ebenfalls Gebote vor. Sie sollen etwa bei 600 Mill. £ liegen (900 Mill. Euro).

Damit ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass Springer zum Zuge kommt. Das Verlagshaus sei nicht bereit, jeden Preis für das angeschlagenen Zeitungsimperium zu zahlen, hieß es in unternehmensnahen Kreisen. Ein erstes Gebot für den „Daily Telegraph“ im Januar hatte bei nur 260 Mill. £ gelegen. Springer hatte nach hartem Sanierungskurs den Jahresüberschuss 2003 auf 130 (61) Mill. Euro verdoppelt. Eine Sprecherin des Verlags sagte, man wolle sich zu den Spekulationen nicht äußern.

Der „Daily Telegraph“ ist mit einer Auflage von 900 000 Exemplaren die größte der englischen Qualitätszeitungen. Das Blatt fährt einen konservativen Kurs und kämpft klar gegen den Euro-Beitritt Großbritanniens. Bislang buhlen zwei Boule- vard-Rivalen um den „Telegraph“: Der Besitzer des „Daily Mail“ (Auflage 2,3 Mill.) sowie die Boulevardzeitung „Daily Express“ (900 000). Mit zum Verkauf stehen auch der „Sunday Telegraph“ sowie das Politmagazin „Spectator“.

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