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Lee-Clan Investoren wollen Samsung-Deal verhindern

Firmenpatriarch Lee Kun Hee will Samsung mittels eines Milliarden-Deals an seinen Sohn weitergeben. Ein US-Hedgefonds sieht darin eine Benachteiligung der Aktionäre. Die Investoren schließen sich dem Hedgefonds an.
25.06.2015 - 09:18 Uhr Kommentieren
Der Samsung-Chef stößt die eigenen Aktionären vor den Kopf. Quelle: dpa
Lee Kun Hee

Der Samsung-Chef stößt die eigenen Aktionären vor den Kopf.

(Foto: dpa)

Seoul Es ist eine ungewöhnliche Allianz: Tausende südkoreanische Investoren unterstützen einen Hedgefonds bei dessen Versuch, einen Milliarden-Deal mit verschiedenen Samsung-Unternehmen zu stoppen. Ihr Argument: Damit will sich die reichste Familie des Landes noch reicher machen. Es geht um die Familie Lee, die Samsung gegründet hat. Es geht aber auch um das Ansehen Südkoreas, das als fairer Finanzplatz für große und kleine Investoren gilt.

Samsung ist de facto Teil der Cheil Industries Holding, die außerdem Mode- und Catering-Firmen sowie Freizeitparks betreut. Und diese Holding kündigte im vergangenen Monat an, Samsung C&T zu übernehmen, ein Unternehmen, das Hochhäuser baut und mit Konsumgütern handelt. 

Doch das Übernahmeangebot ist allerhöchstens mäßig, für jede C&T-Aktie soll es gerade einmal einen 0,35-Anteil des neuen Unternehmens geben. Das rief Elliott Associates auf den Plan. Der amerikanische Hedgefonds ist der drittgrößte Investor. Er leitete rechtliche Schritte gegen den Deal ein. Begründung: Die C&T-Anteilseigner würden benachteiligt, das Unternehmen sei unterbewertet.

Ungeachtet des schlechten Images, das ausländische Hedgefonds in Südkorea haben, stimmen viele Investoren Elliott zu. Die Übernahme sei „weit davon entfernt, fair oder akzeptabel zu sein“, sagt etwa Kim Gyeong Hwan, ein 40 Jahre alter Zahnarzt aus Seoul. Er besitzt C&T-Aktien im Wert von 40 Millionen Won (gut 32.000 Euro). „Elliotts Argumente sind vernünftig. Aktionäre sind die Eigentümer eines Unternehmens, nicht der Firmenchef“, sagt er.

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    Das sind die innovativsten Unternehmen Europas
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    (Foto: ap)
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    Deutschlandweit der viertfleißigste Ideengeber ist der Pharma- und Chemiekonzern Bayer. Europaweit schafft es das Unternehmen auf Platz Neun. 809 Patente reichten die Leverkusener 2014 beim europäischen Patentamt ein. Weltweit erwirtschafteten 115.000 Mitarbeiter 2014 40,2 Milliarden Euro Umsatz.

    (Foto: dapd)
    Platz 7: DSM
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    Die niederländische Firma DSM (Abkürzung für "De Stats Mijnen") schickte im vergangenen Jahr 854 Anträge an das Europäische Patentamt. DSM produziert neben Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln auch Methoden zur Entspiegelung von Solarzellen, um sie so effizienter zu machen.

    (Foto: dpa)
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    Mit 1.040 Patentanträgen in Europa gehört Nokia zu den innovativsten Unternehmen des Kontinents. 2014 war das erste Jahr, in dem die Finnen auf Eingebungen ihrer Handysparte verzichten mussten. Ab 25. April übernahm Microsoft endgültig die Mobilfunk-Sparte der Finnen.

    (Foto: AFP)
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    Auf Platz fünf der fleißigsten europäischen Ideengeber hat es der schwedische Telekommunikationsspezialist Ericsson geschafft (1.347 Patentanmeldungen). In einem Patentstreit bezichtigen die Schweden den Branchenriesen Apple derzeit, 41 seiner Patente verletzt zu haben. Unter anderem geht es um Chipdesign, Ortungsdienste und Elemente des Mobilfunkstandards LTE.

    (Foto: dpa)
    Platz 4: Bosch
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    Mit Bosch schafft es gleich das dritte deutsche Unternehmen in die Top-10 der europäischen Patentanmelder. 2014 wollten sich die Baden-Württemberger 1.438 Ideen schützen lassen. 2013 fuhr Bosch knapp 1,3 Milliarden Euro Gewinn ein, bei 46 Milliarden Euro Umsatz.

    (Foto: dpa)

    Nur wenige kaufen Samsung seine Argumentation ab, dass die Übernahme die Geschäftserlöse steigert. Vielmehr wird der Deal als Kernstück der Übergabe von Samsung-Patriarch Lee Kun Hee auf seine Nachfolger gesehen. Der 73-Jährige muss seit einem Herzinfarkt im Mai vor einem Jahr kürzertreten. 

    Sein Sohn und designierter Erbe Lee Jae Yong besitzt bislang keine größeren Anteile an Samsung Electronics, den Kronjuwelen des Samsung-Imperiums. Sollte er die Anteile seines Vaters an Samsung Electronics beziehungsweise anderen Samsung-Schlüsselunternehmen erben, müsste er Erbschaftssteuer von umgerechnet mehreren Milliarden Euro zahlen. 

    Aber der 47 Jahre alte Lee ist Großaktionär bei Cheil – dank eines Aktienpakets, das ihm effektiv geschenkt wurde, bevor die Holding an den Markt ging. Wenn Cheil Samsung C&T übernimmt, erhält Lee damit automatisch Kontrolle über 4,1 Prozent der Anteile von Samsung Electronics. Auf dem freien Markt würde ihn das umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro kosten.

    Südkoreanische Familien führen Firmen wie persönliches Eigentum
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