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Made in Germany Markenimage - Deutsch ist geil

Deutsche Produkte genießen einen hervorragenden Ruf - gerade in schweren Zeiten wie diesen. Waren aus Deutschland sind begehrt. Handelsblatt Online zeigt die beliebtesten und bekanntesten Marken der Republik.
  • Catrin Bialek, Florian Willershausen, Alexander Busch, Stefan Mauer, Finn Mayer-Kuckuk
26.10.2011 - 14:13 Uhr 11 Kommentare
Ein goldenes Adidas-Logo auf einem Sweatshirt. Adidas ist laut einer aktuellen Studie die meistgekaufte deutsche Marke. Quelle: dpa

Ein goldenes Adidas-Logo auf einem Sweatshirt. Adidas ist laut einer aktuellen Studie die meistgekaufte deutsche Marke.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wer in China reich ist, der sitzt nicht hinterm Lenkrad, sondern er lässt sich fahren. Der Platz auf der Rückbank heißt aber nicht, dass der Chinese die Kontrolle über Fensterheber, Klimaanlage oder Entertainment abgibt. Die deutschen Premium-Autobauer BMW, Mercedes und Audi wissen das und bieten entsprechende Kontrollpanels im Wagenheck ihrer Luxus-Karrossen an.

Das kommt an. Im Wachstumsmarkt China melden deutsche Autobauer regelmäßig neue Absatzrekorde. Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) werden in China in diesem Jahr erstmals mehr Neuwagen deutscher Konzernmarken zugelassen als in Deutschland selbst. Der Marktanteil deutscher Modelle liegt bei 20 Prozent.

Die Begehrlichkeit, die die deutschen Marken auslösen, ist nicht nur in China, sondern auch in anderen Schwellenländern wie Brasilien, Russland und Indien (BRIC) groß. „Deutsche Marken haben in diesen Ländern einen sehr hohen Stellenwert“, sagt Uli Mayer-Johanssen, Chefin der renommierten Markenagentur Meta-Design, die seit einiger Zeit unter anderem für ihren Kunden Volkswagen eine Filiale in Peking unterhält.

„Die Orientierung an deutschen Werten ist prägend für die Kaufentscheidungen“, sagt die Agenturchefin. In Märkten, in denen viele junge Menschen leben, die endlich konsumieren wollen, spielt das Prestigedenken der jungen Kunden eine zentrale Rolle. Deutsche Marken gelten bei ihnen als teuer und eignen sich deshalb als Statussymbol.

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Standort erkennen

    In einer Studie der Kölner Unternehmensberatung Globeone heißt es, die Konsumenten der BRIC-Staaten würden am liebsten zu deutschen Produkten greifen – deutlich lieber als zu japanischen, amerikanischen, französischen oder italienischen Labels. Dabei legen russische Konsumenten den größten Wert auf „made in Germany“.

    Die Herkunft der Marken, im Marketingjargon Country-of-Origin-Effekt genannt, hat eine große Durchschlagskraft. Dabei wird die Marke deshalb wertvoller, weil sie aus einem bestimmten Land stammt, das bei den jungen Käufer wiederum bestimmte Assoziationen hervorruft: Mit deutschen Marken wird Qualitätsbewusstsein assoziiert, Modebewusstsein mit italienischen und Innovationskraft mit US-Produkten. „Der Weltmarkt wird immer mehr zum Wettbewerbsfeld der Herkünfte“, sagte vor kurzem Alexander Deichsel, Mitbegründer des Instituts für Markentechnik in Genf, in einem Interview mit dem Fachblatt „W&V“.

    In einer verrückten Welt wird die Qualität von Produkten wichtiger
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    11 Kommentare zu "Made in Germany: Markenimage - Deutsch ist geil"

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    • Deutsche Produkte sind deshalb so gut, wie auch begehrt, weil deren grimmigen, unzufriedenen Designer in "MiG" nie mit dem zufriedengeben was ist.
      Alles laesst sich, und stets, verbessern.

    • Markenimage Deutsch?Sehr gewagt.Denn,es ist schon traurig,daß Vieles zu niedrigen Kosten im Ausland und Inland produziert wird,aber DEUTSCHE Preise verlangt werden.Da wird KEINE Ersparnis an den Kunden weitergegeben.Ich trag meine Kleidung nicht LINKS herum.Ein Etikett bedeutet heute nicht mehr DEUTSCHE Qualität.Es steigert nur PREIS und IMAGE.Ich arbeitete lang in einer ("NO-NAME") DEUTSCHEN Strickerei und Näherei...Ein Etikett ist schnell eingenäht.Der Strickstoff wird in der Strickerei gemacht,aus ganz normalem Garn.Bezog Reste zum selbernähen.So läuft das üblicherweise.Stoffe kommen von Riesenballen(Industrieballen),Zuschnitte vorgegeben und dann im Akkord nähen.Label rein.Aufgedämpft,fertig,ab in den Versand.Nein,ich kauf garantiert KEINE Markenware!

    • Kann ich bedingt bestaetigen. Bedingt, weil der "Schmerz" wie Sie es nennen, teilweise einer Bewunderung und Einsicht gewichen ist. Deutsche Produkte sind zumindest in London sehr begehrt.

    • "Made in Germany" oder sogar "Handmade in Germany" hat einen hervorragenden Ruf in der Welt und heute sogar noch mehr als frueher. Interessant ist, dass dieser Ruf alle Bevoelkerungsschichten auch sogenannter Schwellenlaender erreicht hat. Es scheint, dass jeder Taxifahrer in Malaysia auf Continental Reifen schwoert und den genauen Preis eines (unerschwinglichen, aber verbreiteten) "Mercedes S 320" kennt. Oder der einheimische Guide, der versicherte (zum Missfallen der englischen Touristen), dass die Stahlseile des Canopy Walkways in Deutschland hergestellt wurden und man sich also keine Sorgen machen brauche. Diese weltweite "Ehrfurcht" vor dem deutschen Produkt kann einen mit Stolz erfuellen, aber auch zum Nachdenken bringen, was man denn bisher selbst dazu beigetragen hat und beitragen koennte.

    • viele Betriebe wandern ab! das made in Germany ist ein
      Verkaufsschlager aus guten alten Zeiten, vor dem EUR !

    • ...wo bleibt bei der Beschreibung der Erfolg deutscher Services! Die deutsche Dienstleistungsexporte stiegen 2010 um 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 172,6 Milliarden Euro an. Im Vergleich zum Jahr 2000 schnellte der Wert gar um 87,1 Prozent empor. Der Weltexport von kommerziellen Dienstleistungen expandierte nach Angaben der WTO von 2005 bis 2010 um jahresdurchschnittlich 8 Prozent auf 3,67 Billionen US-Dollar. Die deutsche Volkswirtschaft ist inzwischen mit 230 Milliarden US-Dollar weltweit nach den USA (515 Milliarden US-Dollar) der zweitgrößte Exporteur kommerzieller Dienstleistungen. Das kann sich wahrlich auch sehen lassen.

    • Vor über Hundert Jahren haben die Engländer das Made in Germany eingeführt um die Welt vor den schlechten Produkten
      aus Deutschland zu warnen. Das daraus ein Markenzeichen wurde,schmerzt die Angelsachsen bis heute. Sollte man alle Produktionen nach Deutschland verlegen müsste man die dazugehörigen Arbeiterinnen/Arbeiter aus den jeweiligen Ländern bei uns einbürgern.

    • scheint stark uebertrieben zu sein

    • so what??...interessiert aber anscheinend den chinesen nicht :)...und solangs gekauft wird...design und marketing ist heutzutage so gut wie alles

    • Wenigstens eine positive Meldung, bei der die deutsche Seele etwas gewärmt wird.

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