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Markwort gab Döpfner einen klaren Korb Große Aufregung um Rechtschreibreform

Die Debatte um den Anfang vom Ende der Rechtschreibreform hat große Irritationen ausgelöst. Der Vorstoß des Magazins "Spiegel" und der "Springer"-Zeitungen, die alte Schreibweise über Bord zu werfen, setzt die Politiker massiv unter Druck. So wollen manche Länderchefs nicht ohne Weiteres zur alten Schreibweise zurückkehren.

HB BERLIN. Hat Deutschland ein neues Sommerloch-Thema - oder ist der Ausstieg von „Spiegel“ und Springer-Zeitungen bei der Rechtschreibreform der Anfang vom Ende der neuen Schreibweisen? Die Kultusminister wie die Ministerpräsidenten traf die Mitteilung der beiden großen Verlage am Freitag nicht unvorbereitet. Nicht nur intern hatte es reichlich Vorwarnungen gegeben. Zumindest zwei der Länder-Regierungschefs - Christian Wulff (CDU/Niedersachsen) und Peter Müller (CDU/Saarland) waren nach seit langem auch in Details der Aktion eingeweiht.

Als treibende politische Kraft gilt dabei Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner. Mehrfach hatte Döpfner in den vergangenen Monaten Vertreter anderer Verlage nach Hamburg geladen, um ein möglichst breites Medien-Bündnis gegen die seit 1998 an den Schulen eingeführten neuen Schreibregeln zu schmieden. Ursprünglich - so ist aus mehrerer Verlagen zu hören - sollte die „Bombe“ pünktlich zur Frankfurter Buchmesse am 5. Oktober platzen. Das hätte dann Druck auf die zwei Tage später tagenden Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin (7./8. Oktober) und auch auf die Kultusminister ausüben sollen, die sich anschließend im Saarland treffen (14./15. Oktober).

Doch bis Freitag blieb es nur beim Schulterschluss von Springer und Spiegel. „Focus“-Chefredakteur Helmut Markwort - dem bei der Aktion die weitere Schlüsselrolle zugedacht war - gab Döpfner einen klaren Korb: „Deutschland hat derzeit wichtigere Probleme als neuen Streit um die Rechtschreibreform“. Die „Süddeutsche Zeitung“ will zwar auch mitmachen, debattiert jedoch intern noch über Details. Als einzige deutsche Tageszeitung hatte sich die „FAZ“ kurz nach dem Start der Reform den neuen Schreibweisen verschlossen.

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