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Mathias Döpfner Springer-Chef gegen „Masken“ und „Fake-Accounts“ im Internet

Mathias Döpfner fordert Neutralität von sozialen Netzwerken. Zudem spricht sich der Springer-Chef für eine bessere Identifikation von Inhalte-Produzenten aus.
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Der Axel-Springer-Chef spricht auf einer Konferenz über die Digitalisierung. Quelle: Reuters
Mathias Döpfner

Der Axel-Springer-Chef spricht auf einer Konferenz über die Digitalisierung.

(Foto: Reuters)

Berlin Axel Springer-Chef Mathias Döpfner plädiert im Kampf gegen Hasstiraden im Internet für weniger Geheimniskrämerei. Online-Plattformen müssten bessere Identifikationssysteme aufbauen, damit klar sei, wer im Netz unterwegs sei, sagte Döpfner am Donnerstag auf der Digital- und Startup-Konferenz Noah in Berlin. „Wir erlauben in Deutschland keine Masken bei Demonstrationen auf der Straße. Warum erlauben wir Masken in den sozialen Medien?“

Es sollte deshalb weiter entwickelte Identifikationssystem geben – „und keine Fake-Accounts mehr“. Große Onlineplattformen wie Facebook müssten auch schnell herausfinden, wenn jemand etwas Illegales veröffentlicht habe.

Die Plattformen sollten am besten neutral sein, forderte Döpfner. Ihnen mehr Verantwortung für Inhalte zu geben, sei eine ambivalente Debatte. Denn die Online-Portale dürften nicht darüber wachen, was gelesen werden sollte und was nicht. Denn dann würden sie letztlich zu „supermächtigen Weltmonopolen“, die für die Entscheidung zum Veröffentlichen und den Vertrieb von Inhalten zuständig wären. „Das darf nicht der Fall sein. Sonst müssten solche Plattformen zerschlagen werden“, betonte Döpfner.

Im schwierigen Geben-und-Nehmen zwischen Anbietern von Inhalten wie Springer und Plattformen wie Facebook und Google sei es wichtig, dass die Inhalte-Produzenten an den Umsätzen beteiligt würden und weiter Zugang zu ihren Kunden hätten.

Springer gilt unter den Medienhäusern als ein Vorreiter der Digitalisierung und in der Frage, wie man im Internet trotz der Umsonst-Kultur mit Inhalten Geld verdienen kann. Um hier und bei digitalen Stellenanzeigen stärker zu wachsen, soll der US-Finanzinvestor KKR bei dem Berliner Herausgeber von „Bild“ und „Welt“ mit mindestens 20 Prozent einsteigen.

Mehr: Axel Springer setzt im Kampf gegen Google und Co. auf die Finanzfirma KKR. Die Amerikaner bekommen erheblichen Einfluss auf das deutsche Mediengeschäft.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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