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Medienbericht Hedgefonds Alden Global will wohl US-Zeitungsverlag Tribune Publishing übernehmen

Der Hedgefonds besitzt bereits 32 Prozent der Anteile des Verlags. Mit der Übernahme würde Alden Global zu einem der größten Medienunternehmen der USA.
31.12.2020 - 11:53 Uhr Kommentieren
Der Hedgefonds Alden Global Capital besitzt bereits Dutzende Zeitungen in den USA. Quelle: Bloomberg
Chicago Tribune

Der Hedgefonds Alden Global Capital besitzt bereits Dutzende Zeitungen in den USA.

(Foto: Bloomberg)

Köln Der US-Hedgefonds Alden Global Capital plant einem Bericht des Wall Street Journals zufolge die Übernahme des amerikanischen Traditionsverlags Tribune Publishing. Der Verlag gibt einige der wichtigsten Zeitungen des Landes heraus, darunter die Chicago Tribune und die New York Daily News. Tribune Publishing habe einen Börsenwert von rund 470 Millionen Dollar, heißt es in dem Bericht weiter.

Alden Global mit Sitz in New York ist seit 2019 an Tribune beteiligt und hält bereits etwa 32 Prozent an dem Unternehmen aus Chicago. Mit der Übernahme würde der Hedgefonds seine Position auf dem US-Medienmarkt weiter stärken, denn Alden Global besitzt über die Tochterfirma „Media News Group“ bereits mehrere Dutzend Zeitungen im Land.

Der Fonds ist bekannt dafür, Zeitungen aufzukaufen und daraufhin massive Einsparungen und Stellenstreichungen durchzusetzen. Besondere Aufmerksamkeit erregte die Redaktion der zuvor von Alden Global aufgekauften Denver Post mit einem Artikel, in dem die Journalisten die neuen Inhaber des Blattes als „kapitalistische Geier“ bezeichneten und scharfe Kritik an den Sparplänen übten.

Die geplante Tribune-Übernahme ist auch deshalb besonders brisant, weil der Hedgefonds-Gründer Randall Smith noch im Juli einen zusätzlichen Sitz im Vorstand der Chicago Tribune, dem Flaggschiff des Medienhauses, bekommen hatte. Im Gegenzug sollte Alden Global seinen Anteil am Verlag bis Mitte 2021 nicht weiter erhöhen. Diese Vereinbarung scheint nun hinfällig zu sein.

Die Folgen der Corona-Pandemie haben Medienunternehmen an vielen Orten der Welt getroffen. Während die Zahl der Leser und Zuschauer häufig stark anstieg, reduzierten viele Unternehmen ihre Budgets für Werbeanzeigen. Auch Podiumsgespräche und Kongresse, die vielfach von Verlagen veranstaltet werden, konnten nicht mehr stattfinden.

Mehr: Verlage suchen Sparpotenzial statt neuer Finanzierungsmodelle.

  • tse
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