Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Medienbericht Indische Tata prüft Einstieg bei T-Systems

Der indische Konzern Tata steht nach einem Bericht von „Focus online“ in konkreten Verhandlungen über einen Einstieg bei der Telekom-Tochter T-Systems.

HB FRANKFURT. Der indische Mischkonzern Tata prüft einem Magazinbericht zufolge den Einstieg bei der Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom. Tata stehe bereits in konkreten Verhandlungen mit dem Bonner Konzern und prüfe die Bücher von T-Systems, berichtete das Magazin „Focus“ am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe. Quellen wurden nicht genannt. Weder die Telekom noch T-Systems wollten den Bericht kommentieren.

T-Systems-Chef Lothar Pauly hatte jüngst angekündigt, dass die Geschäftskundensparte ihre Auslandsexpansion mit einem strategischen Partner vorantreiben wolle. Noch gebe es aber keine Gespräche mit möglichen Kandidaten. Ziel sei es, einen weltweit tätigen Partner zu finden. „Ob wir die Führung behalten, hängt von der Größe des Partners ab“, hatte Pauly gesagt. Ein reiner Verkauf von T-Systems sei aber nicht das Ziel.

Der indische Tata-Konzern hat in den vergangenen Jahren im Ausland verschiedentlich zugekauft. Die Gruppe ist in sieben Branchen aktiv. Zuletzt übernahm die Stahlsparte den niederländisch-britischen Konkurrenten Corus für 9,3 Milliarden Euro. Die IT-Sparte Tata Consultancy Services ist der größte Exporteur von Software-Diensten in Indien.

T-Systems will den Auslandsanteil an Umsatz bis 2010 auf 30 Prozent von derzeit 18 Prozent steigern. 2006 büßte die Sparte auf Grund des harten Wettbewerbs und des Preisverfalls am Geschäftskundenmarkt beim bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) 22 Prozent ein und erzielte 1,23 Milliarden Euro Gewinn. Die operative Marge sank auf 9,7 von 12,3 Prozent im Vorjahr.

Dem Preisverfall am IT- und Telekommunikationsmarkt will Pauly mit Kostensenkungen begegnen. Dazu zählt die Umstellung auf neue Techniken wie das IP-Netz, die bessere Ausnutzung von Standorten in Niedriglohnländern, aber auch die Verlagerung dorthin, und der Abbau der Standorte für die Systemintegration im Inland auf 17 von mehr als 50.

Der Handelsblatt Expertencall
Startseite