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Medienbericht Telefonica hat es mit O2-Börsengang eilig

Der Börsengang der deutschen Telefonica-Tochter O2 soll Geld in die Kassen des Telekom-Riesen bringen – und das vielleicht schon früher als bislang vermutet. Dabei aber sollte der Konzern seine Gier in Zaum halten.
01.10.2012 - 10:50 Uhr Kommentieren
Das Logo der deutschen Telefonica-Tochter O2. Quelle: Reuters

Das Logo der deutschen Telefonica-Tochter O2.

(Foto: Reuters)

Hamburg Der Börsengang der deutschen Telefonica-Tochter O2 könnte einem Bericht zufolge bereits Mitte Oktober über die Bühne gehen. Bisher war über eine Platzierung bis Ende Oktober spekuliert worden. Das Interesse sei groß, berichtete die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Aussagen eines Managers. Der Börsengang könne aber in Gefahr geraten, wenn der hochverschuldete spanische Telekomkonzern das Rad überdrehe: „Es wird nur klappen, wenn Madrid nicht zu gierig ist“ zitierte das Wirtschaftsblatt den Manager.

Der Markt für Börsengänge liegt in Deutschland brach. Derzeit läuft die Preisfindung für die Aktien des Versicherers Talanx, der am Dienstag nach langem Hin und Her sein Börsendebüt feiern will. Die Hannover-Rück-Mutter hatte die Platzierung der Anteile im September erst angekündigt, dann zurückgezogen und will jetzt beim zweiten Versuch mit rund 500 Millionen Euro weniger Geld als beim ersten Mal einnehmen.

Telefonica hatte im Juli den Börsengang von O2 angekündigt. Die Spanier wollen damit einen Teil ihres Schuldenbergs von zuletzt mehr als 58 Milliarden Euro abtragen. Der Konzern will Insidern zufolge mit dem Verkauf von rund 20 Prozent an dem Mobilfunkbetreiber etwa 1,5 Milliarden Euro erlösen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg sollen potenzielle Investoren mit einer hohen Dividende geködert werden.

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