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Medienbranche Funke-Gruppe verkleinert Problem außerhalb des Heimatmarktes

Die Funke Mediengruppe hat Anteile an der österreichischen „Kronen Zeitung“ an René Benko verkauft. Damit könnte sie ein Problem verkleinert haben.
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Mit dem Verkauf von Anteilen an der „Kronen Zeitung“ könnte die Funke Mediengruppe ein Problem verkleinert haben. Quelle: Imago
Kronen Zeitung

Mit dem Verkauf von Anteilen an der „Kronen Zeitung“ könnte die Funke Mediengruppe ein Problem verkleinert haben.

(Foto: Imago)

EssenDie Funke Mediengruppe hat mit dem Teilausstieg aus der „Kronen Zeitung“ ihr größtes Problem außerhalb des Heimatmarktes verkleinert. „Nun könnte der gordische Knoten durchschlagen werden“, sagte ein Insider zum neuen Partner René Benko für Funke. Das Verhältnis zwischen dem Essener Medienunternehmen und der Wiener „Krone“-Verlegerfamilie Dichand ist seit fast zwei Jahrzehnten ausgesprochen schwierig.

Die beiden Gesellschafterfamilien hatten in vielen Punkten unterschiedliche Auffassungen. Immer wieder trafen sie sich auch vor Gericht. Mit dem Verkauf von 49 Prozent der WAZ Ausland Holding GmbH mit Sitz in Wien an die Signa Holding des österreichischen Milliardärs René Benko bringen die Essener nun frischen Wind in die verkrampfte Zweierkoalition. Die WAZ Ausland Holding hält die 50-Prozent-Beteiligungen an „Kronen Zeitung“ und „Kurier“.

Bereits 1987 war das Essener Zeitungshaus bei der „Krone“ eingestiegen. Der Gründer und Verleger Hans Dichand sicherte sich damals einige Sonderrechte. So dürfen sich seine Witwe und seine Kinder bis heute über eine opulente jährliche Garantieausschüttung freuen. Wie die Vertragsdetails mit dem neuen Co-Eigentümer Benko aussehen, wurde am Montag nicht bekannt.

Hans Dichand hatte die Boulevardzeitung bereits 1959 gegründet. 2010 starb die Verlegerlegende. Die „Krone Zeitung“ ist mit 732.000 verkauften Exemplaren die unbestrittene Nummer eins in der Alpenrepublik. Wegen ihres populistischen Kurses ist sie aber umstritten.

„Die Massen lesen die ‚Kronen Zeitung‘, das heißt, sie hören sich selber beim Denken zu, ohne zu ahnen, dass man ihnen nur gibt, was sie immer schon gedacht haben“, kritisierte die österreichische Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek.

Der 50-prozentige Anteil der Familie Dichand an der „Krone“ ist seit Kurzem zu gleichen Teilen von 12,5 Prozent an die Witwe Helga sowie die Kinder Christoph, Johanna und Michael vererbt worden. Der promovierte Jurist Christoph Dichand fungiert als Herausgeber und Chefredakteur der „Krone“. Der 53-Jährige hatte bereits 2003 das Erbe seines Vaters Hans Dichand angetreten. Seine Frau Eva ist Herausgeberin der Gratiszeitung „Heute“ und Digitalunternehmerin.

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