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Medienbranche Springer-Verlag kauft TV-Sender N24

Der Axel-Springer-Verlag kauft den Nachrichtensender N24 und will die TV-Station mit seinen Zeitung der „Welt“-Gruppe zusammenlegen. N24-Miteigner Stefan Aust wird Herausgeber der „Welt“.
Update: 09.12.2013 - 12:14 Uhr 6 Kommentare
N24-Satellitenschüsseln in Berlin: Der Nachrichtensender geht an Axel Springer. Quelle: Imago

N24-Satellitenschüsseln in Berlin: Der Nachrichtensender geht an Axel Springer.

(Foto: Imago)

Berlin Der Medienkonzern Axel Springer kauft den Nachrichtensender N24. Das Unternehmen solle mit der „Welt“-Gruppe zusammengeführt werden, teilte Springer am Montag mit. Die neue gemeinsame Redaktion produziere künftig die journalistischen Inhalte beider Marken für alle digitalen Kanäle sowie für die Printprodukte der „Welt“-Gruppe. Die TV- und Programmredaktion für N24 sei für alle TV-Formate und Bewegtbilder zuständig. „Wir wollen die führende multimediale Redaktion des Landes werden“, so „Welt“-Chefredakteur Jan-Eric Peters.

Die N24-Gruppe beschäftigt knapp 300 Mitarbeiter. Der Nachrichtensender produziert auch die Hauptnachrichten für Sat1, Prosieben und Kabel eins. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Transaktion muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Der Deal beinhaltet eine Spitzenpersonalie: Der ehemalige „Spiegel“-Chefredakteur und N24-Miteigner Stefan Aust wird Herausgeber der „Welt“-Gruppe.

Der Springer-Verlag setzt voll auf das Digitalgeschäft. Die Übernahme von N24 könnte diese Sparte mit Bewegtbildern weiter stärken. Gleichzeitig unternimmt er einen weiteren Versuch, sich im bundesweiten TV-Markt zu etablieren: Im Sommer 2005 hatte der Konzern angekündigt, die Prosieben-Sat1-Gruppe zu kaufen – damals gehörte auch N24 dazu. Das Bundeskartellamt verbot die Übernahme jedoch, weil sie den „medienübergreifenden Wettbewerb um Werbekunden“ behindert hätte. 2010 übernahmen mehrere Investoren rund um den früheren „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust den Sender.

  • afp
  • rtr
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6 Kommentare zu "Medienbranche: Springer-Verlag kauft TV-Sender N24"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Übernahme durch die "Welt"? Ob das gut ist? Die "Welt" ist doch das Sprachrohr des Islams!

  • Wenn es der Welt Gruppe gelingt, ihr Niveau endlich auch bei N24 einzuführen, entsteht eine spannende Konkurrenz, eine deutsche CNN Plattform.... Das könnte sehr spannend werden... Und in der Tat: die Verschmelzung der Medien schreitet voran, eine Hörfunkkette würde noch fehlen, evtl als Angriff auf die öff.rechtlichen Programme wie WDR5 und co....

  • Was für eine wegweisende Entscheidung^^.

    Ich vermute, in wenigen Jahren wird es keine Fernsehsender mehr geben, die Leute werden sich ihr Programm via internet selbst zusammenstreamen. Wie in diesem Fall ein Nachrichtensender überleben will, ist mir schleierhaft. Über die Quali der Nachrichten brauchen wir nicht reden, und Dokus gibt es bereits jetzt schon im Übermaß auf youtube. Diese Beteiligung wird wohl auf eine Totalabschreibung hinauslaufen.

  • Das N24 für die Privaten die Nachrichten produziert, merkt man den Nachrichten auch an. Insoweit macht der Verkauf an Axel Springer nichts. Schlechter kann der Sender nicht mehr werden.

  • Hoffentlich wird da einiges verändert. Wenn es Springer gelingt, N24 zu einem ernstzunehmenden Nachrichtensender zu machen kann das ein Coup sein.

  • An die Waz verticken, die Tantenblätter, um einen Tantensender einzukaufen: Fein.
    Hoffentlich bleibt noch etwas übrig für werthaltigere Investitionen als die Resterampe, für die man auch weder Fantasie noch das entsprechende Kleingeld lockermachen möchte.