Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Der Medien-Kommissar Meister des Geldverschleuderns?

Seite 2 von 2:
Landesmedienanstalten mutieren zu Besitzstandwahrern

Nur die Bundesländer Berlin und Brandenburg sowie Hamburg und Schleswig-Holstein legten ihre Medienanstalten in der Vergangenheit aus Kostengründen zusammen. Der Rest – inklusive Miniländern wie Bremen oder Saarland – macht ungehindert weiter. Heute gibt es deutschlandweit 14 Medienanstalten, die zu Besitzstandswahrer mutiert sind.

Die 16 für den Rundfunk zuständigen Bundesländer haben in mehr als einem Vierteljahrhundert nicht den Willen aufgebracht, die mehr als ein Dutzend Medienanstalten mit Räten, Präsidenten und Vorsitzenden zu einer schlagfertigen bundesweiten Behörde zusammenzulegen. Eine gemeinsame Medienaufsicht würde nicht nur viele Millionen an Gebühren- und Steuergeldern sparen, sondern auch die Effizienz entscheidend erhöhen.

Der Grund für die Untätigkeit der Ministerpräsidenten liegt auf der Hand. Die Medienanstalten sind seit Jahrzehnten – mit wenigen Ausnahmen – exzellente Apparate, um treue Parteigänger mit kommoden Posten und stolzen Honoraren zu versorgen. In Sachsen ist der frühere sächsische Regierungssprecher und ehemalige Chef der Staatskanzlei Michael Sagurna (CDU) Präsident des Medienrates. Unter seiner Ägide kam es zu einem zweifelhaften Immobiliengeschäft der sächsischen Medienanstalt, über das die Gerichte endgültig entscheiden werden.

Vor diesem Hintergrund wird jedes Bundesland weiter allein sein eigenes medienpolitisches Süppchen kochen – auch wenn manchmal der Topf brennend heiß überläuft wie in Sachsen. Die Medienanstalten sind dafür schließlich eine wichtige, wenn auch verschwenderische Zutat.

Immer montags schreibt Handelsblatt-Korrespondent und Buchautor Hans-Peter Siebenhaar seine Sicht auf die Kommunikationswelt auf.

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Der Medien-Kommissar: Meister des Geldverschleuderns?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote