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Darsteller in Simpsons-Kostümen

Die Zeichentrickfamilie ist ein Neuzugang im Disney-Reich.

(Foto: AP)

Medienkonzern Avatar, Simpsons und Ally McBeal könnten bald zu Disney gehören

Micky Maus' langer Schatten wächst weiter. Wie das gewaltige Disney-Imperium nach der Übernahme von 21st Century Fox aussehen würde.
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Die US-Wettbewerbshüter haben dem Unterhaltungsriesen Disney grünes Licht gegeben, einen Großteil des Medienkonzerns 21st Century Fox zu übernehmen. Der Rivale Comcast könnte mit einer Gegenofferte noch dazwischenfunken.

Kommt Disney-Chef Bob Iger jedoch zum Zuge, wächst Disneys ohnehin schon gewaltige Unterhaltungsimperium um weitere Marken. Von den „Simpsons“ bis „Titanic: Was in Zukunft alles Disney wird.

„Die Simpsons“ und „Family Guy“

Mit erfolgreichen Cartoonfiguren hat der Disney-Konzern ja eine gewisse Erfahrung. Zwei weitere erfolgreiche Zeichentricksendungen kommen zusammen mit dem Fernsehsender Fox Broadcasting Company unter das Disney-Dach. Die Kult-Serie „Die Simpsons“ läuft seit 1986 ununterbrochen bei Fox und ist eine nationale Institution in den USA und weltweit erfolgreich.

Auch „Family Guy“, das einen deutlich schwärzeren Humor pflegt, ist mit kurzer Unterbrechung bereits seit 1999 im Programm. Pikant: „Family Guy“ machte in der Vergangenheit immer wieder Witze über den angeblichen Antisemitismus von Disney-Gründer Walt Disney.

„New Girl“, „Empire“, „24: Legacy“ und weitere

Die TV-Serie „24“ stammt ebenfalls von Fox. Quelle: dpa - picture-alliance
Kiefer Sutherland

Die TV-Serie „24“ stammt ebenfalls von Fox.

(Foto: dpa - picture-alliance)

Auch erfolgreiche Fernsehserien wie die Sitcom „New Girl“ oder die Drama-Serie „Empire“ um ein fiktives Hip-Hop-Label laufen im Fox-Network. Mit der Thriller-Serie „24: Legacy“ versuchte Fox zuletzt auch eine Fortsetzung seiner Hit-Serie „24“. In dieser jagte ursprünglich Hollywoodschauspieler Kiefer Sutherland in der Rolle des Geheimagenten Jack Bauer Gangster und Terroristen – immer in 24, mit Werbung je eine Stunde langen Folgen.

In der Fortsetzung schießt mittlerweile Hauptdarsteller Corey Hawkins um sich. Weitere erfolgreiche Serien bei Fox sind etwa das im Universum des Comic-Helden Batman spielende „Gotham“ oder „The Last Man on Earth“.

Darsteller Hugh Laurie wurde durch die Fox-TV-Serie zum Weltstar. Quelle: dapd
Szene aus „Dr. House“

Darsteller Hugh Laurie wurde durch die Fox-TV-Serie zum Weltstar.

(Foto: dapd)

„Akte X“, „Ally McBeal“, „Dr. House“ und weitere

Zahlreiche Serienhits der Vergangenheit, mit deren Lizenzen heute noch Geld verdient wird erschienen bei Fox. Bekannte Klassiker sind etwa „Akte X: Die unheimlichen Fälle des FBI“, „Ally McBeal“, „Dr. House“, „Buffy – Im Bann der Dämonen“ oder auch „Futurama“ von „Simpsons“-Schöpfer Matt Groening.

In den 90er-Jahren spielte sie „Ally McBeal“ in der gleichnamigen Anwaltsserie. Quelle: dpa - picture-alliance
Calista Flockhart

In den 90er-Jahren spielte sie „Ally McBeal“ in der gleichnamigen Anwaltsserie.

(Foto: dpa - picture-alliance)

„Hell's Kitchen“ und „Gordon Ramsay: Chef ohne Gnade“

In den bereits seit 2005, beziehungsweise 2017 ausgestrahlten Realityshows besuchen international renommierte Köche (im zweiten Fall ausschließlich Gordon Ramsay) schlecht laufende Restaurants und bringen diese mit einer Mischung aus Psychoterror und kulinarischer Neuerfindung auf Vordermann.

In Deutschland waren sie das Vorbild für ähnliche Formaten wie „Rach, der Restauranttester“ oder „Rosins Restaurants“. Auch der einflussreiche Medienpreis „Teen Choice Awards“ ist bei Fox und damit künftig bei Disney beheimatet.

20th Century Fox

20th Century Fox gehörte zu den Produzenten von „Titanic“ mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio. Quelle: dapd
Titanic

20th Century Fox gehörte zu den Produzenten von „Titanic“ mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio.

(Foto: dapd)

Das berühmte Filmstudio soll unter das Dach von Disney kommen. Aus dem 1935 gegründeten Studio stammen unter anderem die nach Einspielergebnis zwei erfolgreichsten Filme der bisherigen Kinogeschichte, „Avatar“ und „Titanic“ (gemeinsam mit Paramount produziert). Praktisch für Disney denn mit „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ und „Avengers: Infinity War“ stammen die Plätze drei und vier bereits aus dem Hause Disney. das Filmimperium des Micky-Maus-Konzerns wächst also deutlich weiter.

Blue Sky Studios

Mit 20th Century Fox schluckt Disney auch das Animationsstudio Blue Sky Studio, das etwa die Ice-Age-Reihe produziert.

National Geographic Channel

Auch der Dokumentarsender gehört zu Fox.

Was vor der Übernahme schon zu Disney gehört

ABC

Mit der American Broadcasting Company gehört Disney bereits ein US-Fernsehsender aus der Gruppe der sogenannten „Big Four“ NBC, CBS, ABC und Fox. Mit dem Kauf von letzterem kontrolliert Disney also in Zukunft zwei der vier größten Sendergruppen der USA.

ESPN

Über ABC besitzt Disney unter anderem auch den Sportsender ESPN, der rund um die Uhr ausschließlich Sportprogramme zeigt. Eine der Auflagen der Wettbewerbshüter für die Übernahme von Fox ist daher, dass sich Disney von mehreren regionalen Sportsendern trennt.

Touchstone Pictures

Das Studio gründete Disney um auch ein erwachsenes Publikum anzusprechen, da die Marke Disney aus Sicht der Konzernführung vor allem mit Familienunterhaltung verbunden wurde. In den 1980er-/90er-Jahre hatte das Studio einige Erfolge mit Filmen wie „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, den Stop-Motion-Kulthit „Nightmare before Christmas“ und Actionfilmen wie „Armageddon“, „Der Staatsfeind Nr.1“, oder auch „Con Air“.

Pixar Animation Studios

Als Pixar-Chef wurde Steve Jobs einst Milliardär, als er mit dem Animationsstudio nach dem Erscheinen des Hits „Toystory“ 1995 an die Börse ging. 2006 kaufte Disney das Studio für 7,4 Milliarden US-Dollar.

Marvel Studios

Das Studio produziert Filme mit aus den Marcel Comics bekannten Helden. Mit dem sogenannten „Marvel Cinematic Universe“ aus aufeinander aufbauenden Comicverfilmungen hat das Studio seit einigen Jahren großen Erfolg an den Kinokassen. 2009 übernahm Disney das Studio für geschätzte 4 Milliarden US-Dollar.

Lucasfilm

„Star Wars“ wird Disney – der Zukauf im Jahr 2012 sorgte für einigen Aufruhr nicht nur unter Fans der Science-Fiction-Serie. Für mehr als vier Milliarden US-Dollar kaufte der Konzern die Filmproduktionsfirma Lucasfilm Star-Wars-Erfinder George Lucas ab.

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