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Medienkonzern Axel Springer prüft angeblich Kauf von Ebay-Kleinanzeigen-Geschäft

Bereits seit März soll das Medienhaus einen Kauf der Ebay Classifieds Group durchrechnen. Ebay baut derzeit seine Konzernstruktur um.
Update: 21.03.2019 - 13:12 Uhr Kommentieren
Ebay Kleinanzeigen: Axel Springer prüft offenbar Kaufoptionen Quelle: Reuters
Springer-Zentrale in Berlin

Das Medienhaus hat Interesse am Kleinanzeigen-Geschäft von Ebay geäußert.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der Axel-Springer-Verlag lotet einem Medienbericht zufolge eine Übernahme des Kleinanzeigen-Geschäfts von Ebay aus. Der Konzern spiele seit März mögliche Varianten für einen Kauf der Ebay Classifieds Group (ECG) durch, berichtete das Wirtschaftsmagazin „Capital“ am Donnerstag.

„Es ist klar, dass uns das interessiert“, zitierte das Magazin einen Springer-Manager. Der Herausgeber von „Bild“ und „Welt“ äußerte sich nicht dazu, hat aber in der Vergangenheit wiederholt betont, dass man sich alle Gelegenheiten am Markt genau anschauen werde.

ECG würde Springer gut zu Gesicht stehen, hieß es in Branchenkreisen. „Das würde passen.“ Denn die Berliner verlagern seit Jahren ihr Geschäft vom traditionellen Zeitungs- und Printhaus immer mehr ins Internet und sind bereits zu Europas größtem Digitalverlag aufgestiegen. Der Deal könnte sich auf rund zehn Milliarden Dollar belaufen. Springer könnte sich hier – wie in der Vergangenheit – zusammen mit einem Finanzinvestor engagieren.

Ebay hatte Anfang März mitgeteilt, seine Konzernstruktur auf den Prüfstand zu stellen. Dabei gehe es unter anderem um die Online-Ticketbörse Stubhub und das Kleinanzeigengeschäft.

Der US-Hedgefonds hatte sich in der Vergangenheit bereits für den Verkauf der beiden Sparten ausgesprochen und das Kleinanzeigengeschäft auf zwischen acht und zwölf Milliarden Dollar taxiert. Die Sparte ECG hatte 2018 rund eine Milliarde Dollar umgesetzt. In Deutschland bekannt sind vor allem Ebay-Kleinanzeigen und das Autoportal mobile.de.

Springer-Chef Mathias Döpfner sieht seinen Konzern auf Kurs zu einem „reinen Digitalunternehmen“. Das digitale Geschäft steuere bereits 71 Prozent zum Umsatz bei und 84 Prozent zum Gewinn, sagte Döpfner jüngst auf der Bilanz-Pressekonferenz. „Im Jahr 2019 wollen wir in Wachstum investieren.“ Im Blick habe man das digitale Geschäft mit Job-, Immobilien- und Autoportalen als Rückgrat des Unternehmens.

Sollte Ebays Classifieds-Geschäft zum Verkauf stehen, dürfte Springer aber nicht der einzige Interessent sein. Branchenkreisen zufolge dürften dann auch Norwegens größter Verlag Schibsted oder die Internetportale Rightmove und Autotrader einen Einstieg ausloten.

  • rtr
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