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Medienkonzern Früherer Axel-Springer-Manager wegen Betrugs und Untreue angeklagt

Einem früheren Manager des Medienkonzerns werden 293 zur Last gelegt. Es geht um abgerechnete Dienstleistungen die wohl gar nicht erbracht wurden.
02.10.2020 - 15:23 Uhr Kommentieren
Im Jahre 2013 war bekanntgeworden, dass der Medienkonzern wegen Unregelmäßigkeiten bei einer Tochterfirma Strafanzeige erstattet hatte. Quelle: Imago
Axel Springer

Im Jahre 2013 war bekanntgeworden, dass der Medienkonzern wegen Unregelmäßigkeiten bei einer Tochterfirma Strafanzeige erstattet hatte.

(Foto: Imago)

Berlin Die Staatsanwaltschaft Berlin hat einen ehemaligen Manager des Medienkonzerns Axel Springer wegen Betrugs zum Schaden des Unternehmens angeklagt. Das Landgericht Berlin bestätigte am Freitag auf dpa-Anfrage den Eingang der Anklage. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ berichtet.

Nach Angaben des Gerichts legt die Staatsanwaltschaft dem früheren Manager 293 Taten zwischen 2009 und 2013 zur Last. Daneben gebe es Vorwürfe gegen sechs weitere Angeklagte zum Teil wegen Beihilfe, zum Teil wegen Mittäterschaft, bestätigte das Gericht. Der Anwalt des angeklagten früheren Managers bestätigte auf Nachfrage den Bericht des „Manager Magazins“, wonach sich sein Mandant erst vor Gericht äußern wolle.

Im Jahre 2013 war bekanntgeworden, dass der Medienkonzern Axel Springer („Bild“, „Welt“) wegen Unregelmäßigkeiten bei einer Tochterfirma Strafanzeige erstattet hatte. Das Ganze drehte sich um Abrechnungen zwischen der Logistiktochter und externen Dienstleistern zum Schaden des Konzerns.

Es sollen Dienstleistungen abgerechnet worden sein, die gar nicht erbracht wurden. Der Manager wurde nach Springer-Angaben fristlos entlassen. Das Unternehmen sei bereits zivilrechtlich gegen die Beschuldigten vorgegangen.

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    Das Landgericht prüft derzeit, ob die Anklage der Staatsanwaltschaft zu einer Hauptverhandlung zugelassen wird. Ein Termin für den möglichen Prozessauftakt steht deshalb bislang nicht fest.

    Mehr: Konzernumbau drückt Gewinn bei Axel Springer – Börsenrückzug beschlossen

    • dpa
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