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Medienkonzern Investitionen bremsen Gewinn bei Pro Sieben

Der Medienkonzern leidet unter sinkenden Werbeerlösen. Dennoch investiert die Senderkette in lokale Inhalte.
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Vorstandschef von ProSiebenSat1, Max Conze, sprach von wichtigen Investitionen in die Zukunft des Konzerns. Quelle: ProSieben/Sat1
Max Conze

Vorstandschef von ProSiebenSat1, Max Conze, sprach von wichtigen Investitionen in die Zukunft des Konzerns.

(Foto: ProSieben/Sat1)

Berlin Bei der Fernsehgruppe Pro Sieben Sat 1 drücken die geplanten Investitionen ins TV-Geschäft im zweiten Quartal auf den Gewinn. Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) sank zwischen April und Juni binnen Jahresfrist um 18 Prozent auf 213 Millionen Euro, wie der Konzern aus Unterföhring am Mittwoch mitteilte.

Das Management begründete dies mit den angekündigten Ausgaben in Programminhalte, digitale Plattformen und Werbetechnologien, aber auch mit geringeren Werbeeinnahmen. Vorstandschef Max Conze sprach von wichtigen Investitionen in die Zukunft des Konzerns. „Wir sind überzeugt, dass sich das auszahlen wird und wir mit unserer Strategie, auf lokale Inhalte und digitale Verbreitung zu setzen, auf dem richtigen Weg sind.“

Während der Konzernumsatz um vier Prozent auf 947 Millionen Euro zulegte, sank der für die Dividende maßgebliche bereinigte Überschuss wie geplant um 38 Prozent auf 85 Millionen Euro. Trotz des schwächer als erwarteten TV-Werbemarktes hält Pro Sieben Sat 1 nach den ersten sechs Monaten an den Geschäftszielen für 2019 fest.

Demnach sollen die Erlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen und die Umsatzrendite (bereinigte Ebitda-Marge) auf 22 bis 25 Prozent sinken.

Zum Start der eigenen Videoplattform Joyn im Juni zeigte sich Conze zuversichtlich. „Wir haben hier inzwischen bereits über 3,8 Millionenmonatliche Nutzer über alle Geräte - das ist viermal so viel wie beim Vorgänger7TV.“ Der Hoffnungsträger soll Livestreams von über 50 TV-Sendern bündeln und eigenproduzierte Serien, Shows und exklusive Inhalte bieten, um die Abwanderung junger Zuschauer zu den Videodiensten von Netflix und Amazon zu bremsen. Zunächst will ProSiebenSat.1 Nutzer nur mit einem werbefinanzierten Gratis-Angebot ködern.

Mehr: Auf der Hauptversammlung zieht Max Conze alle Register, um die Anteilseigner von seinem Kurs zu überzeugen. Doch die attackieren den Vorstand.

  • rtr
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