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Medienkonzern Mediaset und Pro Sieben Sat. 1 dementieren Bericht über TV-Allianz

Die Medienkonzerne planen keine Holding. Sie haben entsprechende Berichte nun zurückgewiesen.
Update: 31.05.2019 - 16:21 Uhr Kommentieren
Das deutsche Unternehmen plant keine Holding mit dem italienischen Medienkonzern Mediaset. Quelle: dapd
Pro Sieben Sat. 1

Das deutsche Unternehmen plant keine Holding mit dem italienischen Medienkonzern Mediaset.

(Foto: dapd)

MailandDer italienische Medienkonzern Mediaset und der deutsche Fernsehkonzern Pro Sieben Sat. 1 haben einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach sie eine europaweite Fernseh-Allianz anstreben. Die italienische Zeitung „Il Messaggero“ hatte zuvor berichtet, nach dem Einstieg der Italiener bei Pro Sieben sei der nächste Schritt eine gemeinsame Dachgesellschaft, die in den Niederlanden oder in Belgien angesiedelt sein solle.

„Wir sind an derartigen Gesprächen nicht beteiligt“, sagte Pro-Sieben-Chef Max Conze am Freitag auf Anfrage von Reuters. Pro Sieben mache gute Fortschritte bei der Umsetzung seiner eigenen Strategie. Ein Mediaset-Sprecher dementierte ebenfalls, dass das Unternehmen mit Pro Sieben über eine europaweite Fernseh-Allianz verhandle.

Der vom ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und seiner Familie kontrollierte Konzern hatte am Mittwoch eine Beteiligung von 9,6 Prozent an der deutschen Privatsender-Kette gemeldet und ist damit dessen größter strategischer Aktionär, will aber zunächst nicht weiter aufstocken.

„Il Messaggero“ hatte sich auf einen Plan berufen, den die Investmentbank Citi für Mediaset ausgearbeitet habe. Vorbild für die Konstruktion sei der französisch-italienische Brillen-Konzern EssilorLuxottica. In Finanzkreisen hieß es, Mediaset habe keine Bank mit der Vorbereitung einer Fusion beauftragt. Von Citi war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Dem Zeitungsbericht zufolge wollte Mediaset mit seinem Einstieg bei Pro Sieben einem ungenannten US-Konzern zuvorkommen, der angeblich ein Auge auf den MDax-Konzern geworfen habe. Die Italiener hatten Pro Sieben Sat.1 bereits mehrfach Avancen gemacht, waren aber in Unterföhring auf Ablehnung gestoßen. Grenzüberschreitende Fernsehfusionen haben in Europa wegen unterschiedlicher Sehgewohnheiten selten die gewünschten Synergieeffekte gebracht.

Grenzüberschreitende Fernsehfusionen hatten in Europa wegen der Unterschiedlichkeit der Sehgewohnheiten selten die gewünschten Synergieeffekte gebracht.

Mehr: Durch den Deal der beiden Unternehmen könnte ein europäischer Medienkonzern entstehen. Mediaset-Chef Pier Berlusconi will nicht auf länderübergreifende Bündnisse verzichten.

  • rtr
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