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Medienkonzern Pro Sieben drängt in den E-Sport-Markt

Senderchef Max Conze ist auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern. Nun gründet der Medienkonzern ein Joint Venture, um am Computerspiel-Trend zu verdienen.
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Virtueller Wettkampf. Quelle: AFP
E-Sportler

Virtueller Wettkampf.

(Foto: AFP)

MünchenPro Sieben Sat 1 drängt ins Geschäft mit Computerspielern. Dazu hat der Medienkonzern jetzt ein Gemeinschaftsunternehmen mit der ESports.com AG gegründet. Zusammen wollen die Partner unter dem Namen eSports.com die führende Internet-Plattform für Fans der virtuellen Spiele im deutschsprachigen Raum aufbauen.

„Im asiatischen Raum ist E-Sport bereits heute ein Massenphänomen, in Deutschland wird der Markt in den kommenden Jahren stark wachsen“, sagt Conrad Albert, Vize-CEO von Pro Sieben Sat 1. Aus diesem Grund intensiviere der Konzern sein Engagement in diesem Bereich und hole jetzt einen Partner an Bord.

Albert: „Das Thema passt strategisch hervorragend in unser Portfolio, weil wir unser Entertainmentangebot damit weiter ausbauen, zusätzliche Vermarktungsflächen schaffen und unsere digitale Reichweite über neue Zielgruppen vergrößern.“

Die ESports.com AG betreibt die gleichnamige Internetseite und informiert dort über E-Sport-Veranstaltungen, liefert Tabellen und Ergebnisse. Pro Sieben Sat 1 wiederum erreicht über seine TV-Sender Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz und kann das neue, gemeinsam betriebene Onlineportal bekannt machen.

Dazu kommt: Die Tochterfirma 7Sports ist auf Produktion und Vermarktung von Sportinhalten spezialisiert und kann dem Gemeinschaftsprojekt einen weiteren Schub geben.

Deutschlands größte private Sendergruppe braucht solche neuen Vorhaben. Denn Vorstandschef Max Conze hat im November große Ziele verkündet. 50 Prozent mehr Umsatz und 50 Prozent mehr Gewinn verspricht der Manager in den nächsten fünf Jahren. Dazu muss er neue Geschäftsfelder erschließen.

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Zudem kann der Aktienkurs Impulse gut vertragen: Seit Jahresbeginn haben die im MDax notierten Papiere mehr als 40 Prozent an Wert verloren. Der MDax liegt demgegenüber nur mit 15 Prozent im Minus.

Über 7Sports ist Pro Sieben Sat 1 eigenen Angaben zufolge bereits seit zwei Jahren im E-Sport-Bereich engagiert. Die Münchener übertragen internationale Wettkämpfe, und auf dem TV-Kanal Pro-Sieben-Maxx läuft jede Woche ein Magazin für Fans.

Mit dem Joint Venture will Pro Sieben Sat 1 nun wesentlich mehr über E-Sport berichten, sowohl auf der gemeinsamen Internet-Plattform als auch im Fernsehen. Es seien Turniere geplant und eigene Ligen. Außerdem würden Profispieler und Teams unter Vertrag genommen. Bislang sei E-Sport vor allem ein Thema unter Vielspielern.

Die neuen Partner seien angetreten, das zu ändern, sagte Zeljko Karajica, Chef von 7Sports, dem Handelsblatt. Das Interesse der Zuschauer sei da: „Die Quoten unseres E-Sport-Magazins liegen auf Pro-Sieben-Maxx schon jetzt über Senderschnitt.“

Der Markt wächst kräftig. Die Experten von Deloitte gehen davon aus, dass der Umsatz in Deutschland von 50 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 130 Millionen in zwei Jahren wächst. Weltweit würden 2020 rund 1,3 Milliarden Dollar mit E-Sport umgesetzt, vor allem durch Werbung und Sponsoring.

Es habe vor allem einen Grund, warum Werbetreibende sich dafür interessierten, meinen die Berater: „Für Vermarkter ist besonders die im E-Sport überdurchschnittlich stark vertretene junge, digitalaffine Zuschauerschaft interessant, die über klassische Kanäle nur noch schwer zu erreichen ist.“

Weltweit verfolgen gemäß einer Studie von Newzoo derzeit etwa 335 Millionen Menschen E-Sport-Veranstaltungen. 2021 sollen es 557 Millionen sein. Bei Pro Sieben Sat 1 gehen sie denn auch davon aus, dass es auf Jahre hinaus aufwärtsgeht. „Das ist keine Modeerscheinung, sondern ein nachhaltiger Trend“, sagte Manager Karajica.

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