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Medienmacher „Bild“ verzichtet sieben Tage auf dpa

In seiner Kolumne „Medienmacher“ verrät Kai-Hinrich Renner, dass „Bild“ eine Woche lang keine Agenturmeldungen bringen will. Außerdem: Ein Chefredakteur legt sich mit seinem Verlag an.
06.03.2015 - 14:43 Uhr Kommentieren
Der Handelsblatt-Medienexperte mit Sitz in Hamburg berichtet in seiner Kolumne über die neuesten Rochaden im Mediengeschäft.
Kai-Hinrich Renner

Der Handelsblatt-Medienexperte mit Sitz in Hamburg berichtet in seiner Kolumne über die neuesten Rochaden im Mediengeschäft.

In der Passionszeit wird bekanntlich Enthaltsamkeit groß geschrieben. Der eine verzichtet auf Alkohol, der andere auf Zigaretten und ein Dritter lässt das Auto stehen. Axel Springers „Bild“-Zeitung hat sich eine ganz besondere Diät verordnet: Nach Angaben aus Verlagskreisen wird sie in einer der kommenden Wochen sieben Tage lang auf Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) verzichten. Nicht betroffen von der dpa-Enthaltsamkeit des Boulevardblatts sind Fotos der Agentur.

Eine Verlagssprecherin spricht von einem „befristeten kurzen Zeitraum“, in dem „Bild“ keine dpa-Textmeldungen nutzen wolle. Man tue dies, weil das Blatt „immer wieder Neues“ ausprobiere: „Nur so entwickelt man sich weiter.“ Im Übrigen habe der Test „keine Auswirkungen auf den bestehenden Vertrag zwischen der Axel Springer SE und der dpa“.

Wirklich nicht? Zumindest hat Springer die Nachrichtenagentur vorab informiert. Nach Angaben eines dpa-Sprechers sagte „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann, bei dem Vorhaben handele es sich „um einen von insgesamt 50 Tests in seiner Redaktion zum Umgang mit und zur Nutzung von Social Media“.

Denkt man bei „Bild“ etwa darüber nach, dpa-Meldungen durch Nachrichten aus Kanälen wie Facebook, Twitter oder WhatsApp zu ersetzen? Zumindest der Agentursprecher glaubt nicht, dass es so weit kommt: Sein Haus sei „davon überzeugt, dass unser Qualitätsjournalismus für jeden dpa-Kunden wichtig ist und bleibt“.

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