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Medienmacher Redaktion statt Algorithmus

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Ein Gratis-Portal für die „Berliner Morgenpost“

Frei verfügbar sind seit ein paar Wochen alle Inhalte des Online-Portals Abendblatt.de, das vom „Hamburger Abendblatt“ verantwortet wird, welches wiederum der Funke Mediengruppe gehört. Auch das Angebot „Morgenpost.de“, das die Funke-Zeitung „Berliner Morgenpost“ betreibt, ist derzeit nicht kostenpflichtig. Bisher hatten beide Blätter, die 2014 von Axel Springer an das Essener Zeitungshaus Funke verkauft wurden, für die Inhalte ihrer Portale Geld verlangt, die von der eigenen Redaktion erstellt wurden. Ändert nun Funke seine Online-Strategie?

Ein Unternehmenssprecher verneint das: „Aufgrund der Migration der Vertriebssysteme von Axel Springer zu Funke haben wir derzeit keine aktive Paywall“, sagt er. Am kommenden Montag werde die Bezahlschranke aber wieder aktiviert.

Der wochenlange Ausfall der Paywall bei Abendblatt.de und Morgenpost.de ist wohl tatsächlich eine Spätfolge des Springer-Funke-Deals. Dennoch dürfte sich die Online-Strategie der Essener deutschlandweit wohl noch dieses Jahr ändern. Das wurde im Februar zumindest in Ansätzen bereits kommuniziert. Damals gab Funke bekannt, die thüringischen Zeitungen der Gruppe wollten noch dieses Jahr „das neue Portal ,Thüringen 24‘“ starten, „das sich vor allem an junge Nutzer“ richten solle. Dieses Portal wird frei verfügbar sein. Dagegen werden die Portale der Blätter „Thüringer Allgemeine“, „Ostthüringer Zeitung“ und „Thüringische Landeszeitung“ künftig vor allem auf Bezahlinhalte setzen.

Die Kombination aus einem reichweitenstarken Gratis-Angebot, das sich vor allem an junge Zielgruppen richtet, mit einem Portal, das Bezahlinhalte anbietet, will Funke außer in Thüringen offenbar an allen deutschen Zeitungsstandorten der Gruppe etablieren – also auch in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Berlin und Niedersachsen. In der Hauptstadt wird derzeit offenbar unter dem Titel „Morgenpost Live“ ein Gratis-Portal für die „Berliner Morgenpost“ entwickelt. Die neue zweigleisige Online-Strategie, zu der sich die Gruppe offiziell nicht äußern will, dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass Nachrichtenportale Reichweite und damit auch Werbeeinnahmen verlieren, sobald sie zentrale Bestandteile ihrer Inhalte kostenpflichtig machen. Offenbar will Funke diesen unschönen Effekt durch die strikte Trennung von Reichweiten- und Bezahl-Portalen künftig vermeiden.

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