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Medienmacher Überregionales vom Wettbewerber

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Worüber der „Spiegel“-Betriebsrat mit dem Verlag streitet

Bleiben wir beim „Spiegel“: Das Nachrichtenmagazin hatte Ende letzten Jahres bekanntgegeben, 149 Stellen streichen zu wollen. Die meisten davon werden im Zuge von Vorruhestandsregelungen abgebaut. In 30 bis 40 Fällen – „eher 30 als 40“, sagt ein Insider – wird der Verlag aber nicht um betriebsbedingte Kündigungen herumkommen. Um deren Ausgestaltung streiten nun Betriebsrat und Verlag. Inzwischen wurde die Einigungsstelle angerufen, der ursprünglich ein Arbeitsrichter aus Frankfurt vorstehen sollte. Möglicherweise wird nun aber ein anderer Arbeitsrechtler diese Aufgabe übernehmen, da der Frankfurter Jurist Terminschwierigkeiten hatte.

Vor Ende September wird man nicht zusammenkommen. Der Verlag strebt bei den Abfindungen eine branchenübliche Regelung an. Der Betriebsrat will einen Zuschlag, der dem Umstand Rechnung trägt, dass der „Spiegel“ mehrheitlich der Belegschaft gehört, die Betroffenen – unter ihnen sind keine Redakteure – sich also quasi selbst vor die Tür setzen.

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Als einzige deutsche Regionalzeitung leistet sich der Bonner „General-Anzeiger“ eine englischsprachige Ausgabe. Die „GA English“ informiert unter www.general-anzeiger-bonn.de/ga-english/ seit Januar Beschäftigte der in Bonn ansässigen UN-Organisationen, fremdsprachige Mitarbeiter von Deutscher Telekom und Deutscher Post, die ihre Zentralen in der ehemaligen Bundeshauptstadt haben, sowie ausländische Studenten der Universität Bonn. Obwohl das Angebot bisher noch nicht einmal von der Fachpresse wahrgenommen wurde, freut sich Chefredakteur Helge Matthiesen über monatlich „25.000 bis 30.000 Page Impressions“.

Die Idee zu dem Projekt hatte die amerikanische TV-Produzentin Carol Kloeppel, Gattin von „RTL aktuell“-Anchorman Peter Kloeppel. Bis vor kurzem schrieb sie „GA English“ im Alleingang voll. Neuerdings unterstützt sie dabei eine britische Kollegin. Das Angebot finanziert sich durch Werbung. Derzeit spricht Chefredakteur Matthiesen mit einem potenziellen Sponsor, „einem der Großen“, wie er sagt. Generell würden sich durch „GA English“ Türen öffnen, die dem Regionalblatt „General-Anzeiger“ bisher verschlossen waren.

So spreche man mit der „Deutschen Welle“ über eine Kooperation. Aber auch die deutschsprachige Redaktion profitiere von dem englischen Ableger. Die Kontakte zu Mitarbeitern der Bonner UN-Organisationen hätten sich dank „GA English“ deutlich intensiviert. Das sei für die politische Berichterstattung nicht ganz unwichtig. Schließlich sei bisher noch jede UN-Klimakonferenz in Bonn vorbereitet worden.

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