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Medienriese Bertelsmann hofft auf den großen Adele-Hit

Das 114 Jahre alte Traditions-Label EMI wird wohl zerschlagen werden. Um dessen Musikrechte, die Stücke von „New York, New York“ bis zum Adele-Hit „Rolling in the deep“ umfassen, kämpft auch BMG Rights.
28.10.2011 Update: 28.10.2011 - 18:12 Uhr Kommentieren
Die britische Sängerin und Songschreiberin Adele. Quelle: dpa

Die britische Sängerin und Songschreiberin Adele.

(Foto: dpa)

New York Noch ist das Tauziehen nicht zu Ende, doch Bertelsmann hat Verhandlungskreisen zufolge die besten Chancen auf den lukrativen Musikrechte-Katalog des 114 Jahre alten Traditions-Labels EMI. Anfang nächster Woche werden Entscheidungen über die Zukunft von EMI erwartet, die wohl auf eine Zerschlagung hinauslaufen. Die Musikrechte dürften für mehr als zwei Milliarden Dollar (mehr als 1,4 Milliarden Euro) an BMG Rights Management gehen. Das Gemeinschaftsunternehmen des deutschen Medienriesen Bertelsmann und des Finanzinvestors KKR könnte damit seine Rechtebibliothek mit 1,3 Millionen Titeln vervielfachen - um Stücke von „New York, New York“ bis zum aktuellen Adele-Hit „Rolling in the deep“. 

Für das auf 1,5 Milliarden Dollar veranschlagte CD-Geschäft steht Warner Music als Käufer Gewehr bei Fuß, nachdem sich die französische Vivendi Kreisen zufolge in dieser Woche aus dem Bieterverfahren zurückgezogen hat. Der Zuschlag für BMG Rights Management wäre eine herbe Enttäuschung für Martin Bandier. Er hatte den EMI-Musikverlag aus dem Nichts aufgebaut und 18 Jahre geführt, ehe er 2007 aus der Firma gedrängt wurde. Heute leitet er Sony/ATV, die Gemeinschaftsfirma von Sony mit dem Nachlass von Popstar Michael Jackson und der Rivale von BMG um diesen Teil von EMI. 

Ausverkauf bei EMI: Die Musikrechte sollen an Bertelsmann gehen. Quelle: AFP

Ausverkauf bei EMI: Die Musikrechte sollen an Bertelsmann gehen.

(Foto: AFP)

Insidern zufolge liegen die Gebote von BMG und Sony/ATV zwar gleichauf, doch hätten sich Bertelsmann und KKR als die einfacheren Gesprächspartner entpuppt. Sony und ATV bräuchten Kredite von der UBS und Eigenkapital aus Abu Dhabi und vom Finanzinvestor Blackstone. Auch EMI-Chef Roger Faxon, einst Bandiers rechte Hand, dürfte BMG als neuer Eigentümer lieber sein. Dann könnte er Vertrauten zufolge Chef des Musikverlags bleiben, der ihm sehr ans Herz gewachsen ist. 

EMI gehört seit Februar der US-Großbank Citigroup , nachdem der Finanzinvestor Terra Firma die Schlüssel abgeben musste, weil er die Schulden für EMI nicht länger bedienen konnte. Citigroup hat zwei Milliarden Dollar auf die Verbindlichkeiten abgeschrieben und erhofft sich einen Erlös von vier Milliarden Dollar - 2,5 Milliarden weniger als Terra Firma vor vier Jahren im Boom vor der Finanzkrise bezahlt hatte. Doch die Gebote für EMI als Ganzes waren der Bank zu niedrig, so dass sie sich entschied, sie in zwei Teilen zu verkaufen. 

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    Eigentlich sollte schon am Freitag die Einigung verkündet werden. Doch noch wird Verhandlungskreisen zufolge vor allem um Pensionsverpflichtungen gefeilscht. Zwei Drittel davon gehören zum CD-Geschäft.

    • rtr
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