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Medienunternehmen Verband Deutscher Zeitschriftenverleger fordert mehr Branchenkooperation

Um gegen Facebook und Co. anzukämpfen, setzen Zeitschriftenverleger auf einen Schulterschluss der Branche. Verbandschef Thiemann lobt zudem die EU-Urheberrechtsreform.
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Der Präsident des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger unterstützt die EU-Urheberrechtsreform und fordert mehr Unterstützung von der Politik. Quelle: dpa
Rudolf Thiemann

Der Präsident des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger unterstützt die EU-Urheberrechtsreform und fordert mehr Unterstützung von der Politik.

(Foto: dpa)

MünchenDer Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) rechnet angesichts des Wettbewerbsdrucks verstärkt mit Kooperationen in der Branche. Dies werde bei der Vermarktung ebenso noch mehr passieren, wie es beim Vertrieb schon zu sehen sei, sagte Verbandspräsident Rudolf Thiemann am Donnerstag in München.

Thiemann lobte die heftig diskutierte EU-Urheberrechtsreform. „Das ist in der Tat ein großer Erfolg der Branche, für Verlage und Journalisten“, sagte er beim Mediengipfel 2019 des Verbandes der Zeitungsverlage in Bayern (VZB).

Die Politik warnte er, nun bereits wieder davon zu reden, die Ende März beschlossene EU-Richtlinie ohne die umstrittenen Uploadfilter für Netzinhalte umzusetzen. Der Verbandschef kritisierte „die Hasenfüßigkeit zahlreicher Politiker quer durch alle Parteien, speziell jetzt im Vorfeld der Europawahlen“. Dies zeige zugleich, „welche Macht datengetriebene Großkonzerne auf den Willensbildungsprozess der Bevölkerung ausüben“.

Auch die Erste Vorsitzende des VZB, Waltraut von Mengden, forderte für Chancengleichheit mit den Internetkonzernen etwa im Kampf um Werbeeinnahmen politische Unterstützung. „Nur durch den Schulterschluss der Verlagsmanager und in Zusammenarbeit mit der Politik haben wir eine faire Chance im Wettbewerb mit Google, Amazon, Facebook und Apple“, sagte sie in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Funke-Geschäftsführer Andreas Schoo (Zeitschriften & Digitales) sagte auch mit Blick auf die Übermacht der Internetriesen bei Werbeumsätzen: „Wenn sich dieser Negativtrend fortsetzt, werden wir ein Zeitschriftensterben haben und auch ein Sterben von regionalen Zeitungen.“ Verleger Lars Joachim Rose von der Mediengruppe Klambt sagte, die Zeit für Kooperationen in der Branche sei in vielen kaufmännischen Bereichen gekommen. „Wir müssen zusammenarbeiten.“

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  • dpa
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