Megafusion AT&T besiegelt Milliardenkauf von Time Warner

Die Übernahme ist trotz der Kritik von Donald Trump geglückt. Nach einem Richterspruch hatte zuvor auch die US-Regierung grünes Licht gegeben.
Update: 15.06.2018 - 02:27 Uhr Kommentieren
Die Logos der Unternehmen Time Warner und AT&T sind auf zwei verschiedenen Handelsplätzen auf dem Parkett der New Yorker Börse zu sehen. Quelle: dpa
Time Warner und AT&T

Die Logos der Unternehmen Time Warner und AT&T sind auf zwei verschiedenen Handelsplätzen auf dem Parkett der New Yorker Börse zu sehen.

(Foto: dpa)

DallasDer US-Telekommunikationsriese AT&T und der Medienkonzern Time Warner haben sich zusammengeschlossen. Die Megafusion in der US-Unterhaltungsbranche erfolgte am Donnerstag (Ortszeit), zwei Tage nachdem ein Bundesrichter Bedenken der US-Regierung ausgeschlagen hatte.

Zuvor hatte die US-Regierung bekannt gegeben, dass sie nach ihrer gescheiterten Kartellrechtsklage den Unternehmen vorerst keine weiteren Steine in den Weg legen werde. Das Justizministerium hatte dem Abschluss der Fusion bis auf Weiteres zugestimmt, wie aus einem Antrag hervorgeht, den die Streitparteien am Donnerstag gemeinsam beim zuständigen Gericht einreichten.

Allerdings können die Wettbewerbshüter der Regierung von US-Präsident Donald Trump auch nach Vollzug des gut 81 Milliarden US-Dollar teuren Time-Warner-Kaufs durch AT&T noch Berufung einlegen. Laut einem Justizsprecher wird diese Option auch weiterhin geprüft.

Die Regierung hatte gegen den Mega-Deal geklagt, weil sie eine zu große Marktmacht und Nachteile für Wettbewerber und Kunden befürchtete. Es war dem Justizministerium bei einem sechswöchigen Prozess aber nicht gelungen, das Gericht zu überzeugen. Am Dienstag winkte der zuständige Richter Richard Leon die Fusion ohne Auflagen durch.

Die Übernahme musste nach Angaben eines Rechtsberaters von AT&T bis zum 20. Juni unter Dach und Fach gebracht werden. Wäre der Deal nicht bis dahin festgezurrt worden, hätte sich ein Konzern noch von der Fusion zurückziehen können.

Für US-Präsident Trump, der mit dem zu Time Warner gehörenden Nachrichtensender CNN auf Kriegsfuß steht, war das auch eine persönliche Niederlage: Als im Oktober 2016 der Übernahmedeal erstmals bekannt wurde, wandte sich Präsidentschaftskandidat Trump mit dem Argument gegen die Fusion, dass „zu viel Macht in den Händen einiger weniger konzentriert“ würde. Der Fernsehsender CNN gehört zu Time Warner - Trump unterstellt diesem, Verbreiter von „Fake News“ zu sein.

  • dpa
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