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Microsoft Bundesdruckerei soll Datenverkehr in der Cloud sichern

Anwendungen aus der Cloud gelten als äußerst zukunftsträchtiges Geschäft. Doch Sicherheitsbedenken bei den Kunden bremsen den Boom vielfach aus. Microsoft baut deshalb sein Cloud-Angebot „Made in Germany“ weiter aus.
Mit seiner deutschen Tochter will Microsoft die Daten seiner Kunden auch vor dem Zugriff von US-Behörden schützen. Quelle: AFP
Microsofts „deutsche Cloud“

Mit seiner deutschen Tochter will Microsoft die Daten seiner Kunden auch vor dem Zugriff von US-Behörden schützen.

(Foto: AFP)

Berlin/München Microsoft arbeitet bei seinem Cloud-Angebot „Made in Germany“ mit der Bundesdruckerei als weiterem Partner zusammen. Der sichere Transport der Daten zwischen Kunden und Servern soll künftig mit Hilfe der Zertifizierungsstelle D-Trust der Bundesdruckerei erfolgen. Dabei sollen beide Stellen zuverlässig über sogenannte TLS-Zertifikate authentifiziert werden, um einen sicheren und verschlüsselten Datenverkehr zu gewährleisten, teilte Microsoft am Freitag mit. Auch ihre eigenen Anwendungen könnten Kunden über die Zertifikate von D-Trust absichern.

Microsoft-Chef Satya Nadella hatte im November sein Konzept einer „deutschen Cloud“ vorgestellt. Im Laufe dieses Jahres soll das Angebot sukzessive zur Verfügung stehen. Die Telekom-Tochter T-Systems überwacht und kontrolliert dabei als Treuhänder den Datenfluss zwischen zwei Rechenzentren in Frankfurt am Main und bei Magdeburg. Microsoft hat dabei keinerlei Zugriff auf die Daten.

Hassobjekt, Marktbeherrscher, Nachahmer
Gründertruppe
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Die Belegschaft von Microsoft im Jahr 1978 mit den beiden Microsoft-Gründern Bill Gates (erste Reihe, links) und Paul Allen (erste Reihe, rechts). Gegründet wurde die Firma am 4. April 1975 in Albuquerque, New Mexico. (Foto: Microsoft/dpa)

Gründer Bill Gates (r.) und Paul Allen
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Im Jahr 1981 posieren Bill Gates (rechts) und Paul Allen.

Bill Gates hat sich mittlerweile auf eine Beraterrolle im Unternehmen zurückgezogen und ist als Philanthrop tätig. Paul Allen hat ebenfalls Milliarden mit Microsoft gemacht, spendet einen Teil seines Vermögens. Er investiert aber auch etwa in Sport-Mannschaften. Ihm gehören die Seattle Seahawks (American Football) und die Portland Trail Blazers (Basketball).

(Foto: Picture Alliance / dpa)
MS DOS
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Die Basis für den Firmenerfolg legten Allen und Gates mit dem Betriebssystem MS-DOS, das Computern Leben einhauchte. Die grafiklose Bedienoberfläche war lange ein Weg, um auch das spätere Betriebssystem Windows aus dem Hause Microsoft zu konfigurieren. In Abwandlungen hat die grafiklose Bedienoberfläche bis heute überlebt.

(Foto: Imago)
Windows 1.0
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Die Packung der ersten Version des Betriebssystems Microsoft Windows. Das damals als Erweiterung zu MS-DOS veröffentlichte Programm kam erstmals 1985 auf den Markt. In den Folgejahren sollte Windows das Fundament für ein Milliardenimperium werden. Es war allerdings nicht das erste Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche – IBM und Apple hatten bereits vorher die Idee umgesetzt. (Foto: Szilveszter Farkas)

(Foto: Creative Commons CC BY-SA 2.0)
Der junge Bill Gates
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Ein undatiertes Foto zeigt den jungen Bill Gates in seinem Arbeitszimmer. Zum Start von Windows 1.0 gab es weltweit lediglich sechs Millionen Personal Computer. Erst rund fünf Jahre später, im Jahr 1990, gelang dem Software-Entwickler aus Redmond ein durchschlagender Erfolg mit Windows 3.0.

(Foto: Picture Alliance / dpa)
Windows 95
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Bill Gates bei der Präsentation der Version 95 des Betriebssystems im Jahr 1995. Vor allem die dafür entwickelten Büroprogramme wie Word, Excel und Powerpoint helfen Microsoft, den Marktanteil Mitte und Ende der 90er-Jahre auf über 90 Prozent auszubauen.

(Foto: Picture Alliance / dpa)
Apple versus Microsoft
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1998 präsentiert der mittlerweile verstorbene Apple-Chef Steve Jobs „Microsoft Office Macintosh Edition“. Damals hauchte die Microsoft-Software dem darbenden Konkurrenten Apple Leben ein. Doch mittlerweile stellt Apple den Rivalen aus Seattle in vielen Belangen in den Schatten.

(Foto: Imago)

Damit will die deutsche Tochter des amerikanischen Softwarekonzerns die Daten ihrer Kunden in Deutschland auch einem möglichen Zugriff der US-Behörden entziehen. In New York kämpft Microsoft seit gut zwei Jahren gegen Forderungen der Regierung auf Herausgabe von Kundendaten aus einem Rechenzentrum in Dublin.

Die Zusammenarbeit mit einer so vertrauenswürdigen Institution wie der Bundesdruckerei solle garantieren, dass Daten der Kunden durch die neuesten im Markt verfügbaren Verschlüsselungstechnologien geschützt werden, sagte Microsoft-Manager Michael Kranawetter. D-Trust soll künftig die Zertifikate für die TLS-Verschlüsselungsprotokolle ausstellen, um den Datenfluss bei Microsofts Cloud-Anwendungen Azure, Office 365 und Dynamics CRM Online zu sichern. Damit sollen besonders hohe Sicherheitsstandards gewährleistet werden, sagte Kim Nguyen, Geschäftsführer von D-Trust.

Das Angebot richte sich vor allem an Organisationen und Unternehmen etwa aus dem öffentlichen Sektor, der Finanzbranche oder dem Gesundheitswesen, die es mit besonders sensiblen Daten zu tun haben. Bei Cloud-Angeboten werden Daten und Programme nicht auf lokalen Rechnern, sondern in Rechenzentren vorgehalten.

  • dpa
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