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Milliarden-Einsparung Neuer Alcatel-Chef geht Konzernumbau an

Der neue Alcatel-Chef Michel Combes verordnet dem Konzern ein Sanierungsprogramm. Er will Kosten senken, Schulden abbauen und stärker auf Spezial-Technologie setzen. Außerdem sollen Unternehmensteile verkauft werden.
19.06.2013 - 09:41 Uhr Kommentieren
Michael Combes ist bereits der dritte Alcatel-Chef, der versucht, das Unternehmen wieder in Schwung zu bekommen. Quelle: Reuters

Michael Combes ist bereits der dritte Alcatel-Chef, der versucht, das Unternehmen wieder in Schwung zu bekommen.

(Foto: Reuters)

Paris Der neue Alcatel-Chef Michel Combes will den seit Jahren Verluste schreibenden Konzern mit einem Spar- und Verkaufsprogramm auf Vordermann bringen. Bis 2015 sollten die Kosten um eine Milliarde Euro gesenkt werden, teilte Alcatel am Mittwoch mit. „Wir müssen an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen - das heißt, die richtigen Produkte haben, die richtige Qualität und niedrigere Kosten auf dem Niveau der wichtigsten Wettbewerber“, erklärte Combes. Um dieses Ziel zu erreichen, will er den Konzern zu einem Internet-Spezialisten umbauen. Forschung und Entwicklung sollen sich auf den Bereich der IP-Netzwerke sowie superschnelle Breitbandangebote konzentrieren.

Die Gewinnmarge solle in diesem Bereich auf mindestens 12,5 Prozent von derzeit 2,4 Prozent gehoben werden. Die älteren Produkte sollten dagegen „auf Bargeld getrimmt“ werden. Zudem will sich Combes von Unternehmensteilen trennen, ohne Details zu nennen: Mindestens eine Milliarde Euro soll so zusammenkommen. Ferner sollen zwei Milliarden Euro an Schulden abgebaut werden, was die Ausgabe neuer Aktien beinhalten könnte.

Combes ist bereits der dritte Chef, der versucht, das Unternehmen wieder in Schwung zu bekommen. Seit der Fusion von Alcatel und Lucent 2006 hat der Konzern es nicht geschafft, reguläre Gewinne zu erwirtschaften. An der Börse ist der Konzern derzeit nur noch 3,2 Milliarden Euro wert - vor der Fusion waren es 36 Milliarden Dollar. Das Unternehmen steht in Wettbewerb mit der schwedischen Ericsson, der chinesischen Huawei und Nokia Siemens Networks.

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