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Milliardenkauf Facebook schnappt sich WhatsApp

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WhatsApp auch künftig werbefrei

Was wird nun aus WhatsApp?

Rein rechnerisch bewertet der Deal jeden WhatsApp-Kunden mit 42 Dollar. Ein stolzer Wert für Kunden, die niemals eine Werbung zu Gesicht bekommen werden. Das ist Bestandteil des Vertrags. Der Dienst selbst kostet die Nutzer nur einen Dollar – pro Jahr. Die täglich versendeten 50 Milliarden Botschaften und Fotos auf sieben verschiedenen Smartphone-Plattformen dagegen sind kostenfrei.

Die Frage der Refinanzierung des Deals wird Zuckerberg der Wall Street noch erklären müssen. Die wartet immer noch auf erkennbare Fortschritte beim Fotodienst Instagram. Auch dessen rasantes Wachstum hatte Facebook angelockt und seinerzeit eine Milliarde Dollar dafür bezahlt. Doch der Dienst ist immer noch praktisch umsatzfrei.

WhatsApp gewinnt jeden Tag eine Million neue Nutzer, so Zuckerberg. Aber selbst dann ist der Weg zu einer angemessenen Rendite noch weit. „WhatsApp hatte alle Optionen der Welt“, so Zuckerberg in einem Blogeintrag. „entsprechend bin ich begeistert, dass sie mit uns zusammenarbeiten wollen. Ich freue mich darauf, zusammen tolle neue mobile Dienste zu entwickeln, die den Menschen noch mehr Möglichkeiten geben miteinander zu kommunizieren.“

Wer alle Optionen hat, der bestimmt auch wie gespielt wird. Der Verkauf trägt über die gigantische Kaufsumme hinaus klar die Handschrift von Koum und Acton. WhatsApp wird seinen Firmensitz in Mountain View behalten und eigenständig unter dem alten Namen operieren. Es wird keine Zusammenarbeit mit dem Team des Facebook Messengers geben, und beide Apps werden nicht verschmolzen. Koum, der in das Aufsichtsgremium von Facebook einziehen wird, fasst es auf der WhatsApp-Webseite so zusammen: „Hier ist alles, was sich für unsere Kunden ändern wird: Nichts.“ Und er stellt klar: „Es hätte keine Partnerschaft gegeben, wenn wir bei unseren Kernwerten Kompromisse hätten machen müssen.“

Die Großakquisition legt den Finger in eine offene Wunde der Geschäftsmodelle von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Die Einstiegsbarrieren für Neulinge sind gering, jeden Tag versuchen neue Anbieter ihr Glück, viele gehen sang- und klanglos wieder unter, aber immer mal wieder kommt einer durch. So wie WhatsApp. Snapchat reißt derzeit die Kommunikation mit Fotos an sich. Zuckerberg soll drei Milliarden Dollar geboten haben, war aber abgewiesen worden.

Zuckerberg eliminiert Konkurrenz
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5 Kommentare zu "Milliardenkauf: Facebook schnappt sich WhatsApp"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich kauf mir die Welt, wie-di-wie sie mir gefällt!

    Kein Grund zur Sorge, solange es bessere Alternativen gibt:
    http://www.zeit.de/digital/mobil/2013-07/threema-app-manuel-kasper

  • Bei 450 Mio WhatsApp-Usern muss man 42 $ pro user erlösen um den Kaufpreis erstmal reinzubekommen. Bei derzeitigen WA-Gebühren von rund 1$/Jahr sind das 42 Jahre.

    => WA muss teuer werden und dann werden die ganzen Jugendlichen zum nächsten Dienst abwandern.

  • ....und willst Du nicht nach Facebook kommen, dann kommt Facebook halt zu Dir..

  • Woher kommt das Geld. Facebook hat noch nie einen Überschuss erwirtschaftet!!!
    Kann mir jemand weiter helfen?

  • Threema installieren! Los Los Los!!!

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