Milliardenschwere Übernahme Linked-in will Lernplattform Lynda.com kaufen

Knapp die Hälfte in bar, der Rest in Unternehmensaktien: Für 1,5 Milliarden Dollar will das Karriere-Netzwerk Linked-in die Plattform Lynda.com schlucken. Das Portal ist vor allem in den USA für Online-Lehrgänge bekannt.
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Das Online-Netzwerk Linked-in plant das für Online-Lehrgänge bekannte Portal Lynda.com zu kaufen. Quelle: dpa
Für 1,5 Milliarden Dollar

Das Online-Netzwerk Linked-in plant das für Online-Lehrgänge bekannte Portal Lynda.com zu kaufen.

(Foto: dpa)

Mountain ViewDas Karriere-Netzwerk Linked-in steht vor einer milliardenschweren Übernahme. Das Unternehmen will die Online-Schulungsplattform Lynda.com schlucken, wie Linked-in am Donnerstag mitteilte. Die Firmen hätten sich auf einen Kaufpreis von etwa 1,5 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) geeinigt. 52 Prozent des Preises werde LinkedIn in bar und den Rest in eigenen Aktien zahlen.

Lynda Weinman gründete die nach ihr benannte Webseite Lynda.com 1995 in Kalifornien mit. Die Plattform wurde vor allem in den USA durch einfache Video-Lehrgänge zu zahlreichen Computerprogrammen bekannt. Lynda.com bietet dazu Sprachkurse und andere Lernprogramme im Internet.

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Platz 10: Internationale Erfahrung

Ein kosmopolitischer Weltenbummler, das kommt beim künftigen Chef gut an, denken sich viele Bewerber. Allerdings macht es einen Unterschied, ob jemand drei Fremdsprachen fließend spricht oder unter „internationaler Erfahrung“ den alljährlichen Urlaub in der Toskana versteht.

Die Studie wurde vom 2003 gegründeten sozialen Netzwerk LinkedIn durchgeführt. Das Portal hat mehr als 187 Millionen Mitglieder, darunter Top-Entscheider aller Fortune-500-Unternehmen und ist nach eigenen Angaben das größte Online-Netzwerk für Berufstätige.

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Platz 9: Effektiv

Auch so eine gerne benutzte Formulierung beim Selbstporträt in beruflichen Online-Profilen, in Indien ist es sogar das meistgenutzte Wort. Allerdings kann nicht jeder effektiv sein, der es von sich behauptet, denn wahre Effektivität beinhaltet das schnelle und gründliche Abarbeiten von Aufgaben. Viele „Effektive“ sind in der Praxis oft nur schnell.

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Platz 8: Kommunikative Fähigkeiten

Kommunizieren kann eigentlich im Zeitalter von Facebook und Twitter jeder. Das heißt aber noch lange nicht, dass derjenige den richtigen Ton im Umgang mit den Kollegen trifft.

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Platz 7: Organisiert

Ein überstrapaziertes Adjektiv bei der Selbstbeschreibung und gleichzeitig ein großes Versprechen an den potenziellen Chef: Eine solche Person hat immer alle Termine und Aufgaben fest im Blick, selbst wenn es richtig stressig im Büro wird. Peinlich, wenn man das Versprechen dann im Alltag nicht halten kann.

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Platz 6: Erfolgsorientiert

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass man in seinem Beruf nicht erfolglos sein möchte. In diesem Fall ist auch Vorsicht vor möglichen negativen Konnotationen geboten, denn bis zum „Karriereristen“ mit Ellbogenmentalität ist es von dieser Warte aus auch nicht besonders weit.

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Platz 5: Innovativ

Auch hier gilt: Nicht jeder, der sich für innovativ hält, ist es tatsächlich. Der inflationäre Gebrauch des Wortes in unserer „Innovationsgesellschaft“ ändert daran auch nichts. Immerhin ist offenbar ein bisschen Einsicht eingekehrt, seitdem die LinkedIn-Studie das erste Mal durchgeführt wurde: 2010 stand die Eigenschaft „innovativ“ noch an vorderster Stelle.

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Platz 4: Motiviert

In Malaysia, Saudi-Arabien, Südafrika, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Großbritannien wird diese Eigenschaft zwar noch weitaus mehr strapaziert, aber auch in Deutschland denken zahlreiche Mitglieder in beruflichen Online-Profilen, sie müssten noch extra erwähnen, dass sie motiviert sind. Was denn sonst? Und seit wann gilt dies als individuelle Zusatzqualifikation, die man anderen Bewerbern voraus hat?

Zur Zielgruppe gehören auch Geschäftsleute und Unternehmen. Das Portal passt damit gut zu Linked-in, dem nach eigenen Angaben mit 300 Millionen Mitgliedern größten Business-Netzwerk weltweit. Die Übernahme soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden.

  • dpa
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