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Mit Fußball-WM Grundig will Umsatzeinbruch ausbügeln

Die meisten deutschen Haushalte haben längst einen Flachbildschirm, der Unterhaltungselektronik-Markt schrumpft deshalb. Das bekommt auch Grundig zu spüren. Die Fußball-WM und neue Produkte sollen helfen.
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Grundig-Firmenzentrale in Nürnberg: Mit neuen Technologien und Produkten will das Unternehmen den Umsatz wieder steigern. Quelle: dpa

Grundig-Firmenzentrale in Nürnberg: Mit neuen Technologien und Produkten will das Unternehmen den Umsatz wieder steigern.

(Foto: dpa)

Nürnberg Mit dem TV-Großereignis Fußball-WM im Rücken will der Unterhaltungselektronik-Hersteller Grundig mit neuen Technologien und Produkten den Umsatzeinbruch des vergangenen Jahres wieder ausbügeln. „Wir rechnen 2014 mit einem einstelligen Wachstum“, sagte Vertriebsgeschäftsführer Horst Nikolaus am Dienstag in Nürnberg.

2013 waren die für Grundig zentralen Erlöse aus dem Verkauf von Unterhaltungselektronik im Vergleich zum außerordentlich guten Vorjahr um rund ein Viertel auf etwas über 200 Millionen Euro eingebrochen. Unterm Strich habe die Sparte in einem schwierigen Marktumfeld aber eine schwarze Null erwirtschaftet, berichtete Grundig-Chef Murat Sahin.

Weitere knapp 30 Millionen Euro Umsatz steuerten Kleingeräte bei. Das neue Standbein „weiße Ware“ erzielte im ersten Jahr einen siebenstelligen Erlös. Genauere Angaben machte die seit 2007 zur börsennotierten türkischen Koc-Gruppe gehörende Grundig Intermedia nicht. Sie war aus dem insolventen Nürnberger Traditionsbetrieb Grundig AG hervorgegangen. Sahin betonte jedoch: „Grundig ist seit vier Jahren nicht mehr in die roten Zahlen gerutscht.“

Dabei führt derzeit die hohe Sättigung bei Unterhaltungselektronik zu einer negativen Marktentwicklung, wie Bettina Steinbrenner vom Marktforschungsunternehmen GfK erläuterte. Vor dem Hintergrund eines „fantastischen Jahres 2012“ sei etwa das wichtige Geschäft mit Flachbildschirmen zuletzt gut zweistellig zurückgegangen. „Aber der Markt ist nach wie vor sehr groß: Wir sprechen 2013 über 7,7 Millionen verkaufte Fernsehgeräte in Deutschland“, sagte Steinbrenner. 2014 dürften es rund 7,4 Millionen sein.

Mit größeren Bildschirmdiagonalen, dem verstärkten Einsatz von Technologien wie DAB+ und Bluetooth sowie dem Fokus auf Qualität, Design und Klang will Grundig in diesem Jahr wieder ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen. Aktuell hat das Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern in Deutschland und 1600 in der Türkei nach eigenen Angaben einen wertmäßigen Marktanteil von rund sechs Prozent.

  • dpa
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