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Musik-Streaming Spotify übertrifft Erwartungen und setzt auf Podcasts

Der schwedische Musik-Streaming-Dienst setzt seinen Wachstumskurs fort. Doch der ist teuer. 2019 wird Spotify weiter Verluste schreiben.
06.02.2019 - 15:00 Uhr Kommentieren
Der Musik-Dienst steigert seine Nutzerzahl, rechnet 2019 aber weiterhin mit Verlusten. Quelle: AFP
Spotify

Der Musik-Dienst steigert seine Nutzerzahl, rechnet 2019 aber weiterhin mit Verlusten.

(Foto: AFP)

Stockholm Das erste Jahr als börsennotiertes Unternehmen ist für den schwedischen Musik-Streaming-Dienst Spotify besser gelaufen als viele Analysten erwartet hatten: Der Konzern aus Stockholm weist für das abgelaufene Jahr ein Betriebsergebnis von 94 Millionen Euro aus. Experten hatten mit einem Verlust von bis zu 17 Millionen Euro gerechnet.

Wichtiger aber als das Ergebnis ist für Spotify, das im vergangenen Jahr in New York an die Börse ging, die Anzahl der zahlenden Abonnenten. Diese stieg 2018 auf 96 Millionen. Ein Jahr zuvor hatte Spotify 71 Millionen Anwender, die den Premiumdienst für knapp zehn Euro im Monat abonniert haben.

Allein im vierten Quartal kamen 16 Millionen neue Anwender hinzu. Mehr als die Hälfte von ihnen, neun Millionen, entschied sich für die kostenpflichtige Premium-Variante. Insgesamt zählt Spotify mittlerweile 207 Millionen Anwender weltweit, ein Plus gegenüber 2017 von 47 Millionen.

Spotify rechnet damit, dass die Zahl der Anwender auch im laufenden Jahr um 18 bis 28 Prozent steigen wird. Bei den zahlenden Abonnenten geht das Unternehmen sogar von einem Plus von 21 bis 38 Prozent aus. Die Einnahmen steigen den Prognosen zufolge auf 6,35 bis 6,8 Milliarden Euro.

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    Trotz zahlreicher erfreulicher Zahlen dürfte Spotify aber im laufenden Jahr weiter Verluste schreiben. Für 2019 rechnet der schwedische Konzern mit einem operativen Fehlbetrag zwischen 200 und 360 Millionen Euro.

    Der Fehlbetrag sei vor allem künftigen Investitionen geschuldet. Spotify zielt darauf ab, möglichst viel Geld in das Firmenwachstum zu stecken und die Zahl der Abonnenten auszubauen, um Konkurrenten wie Apple Music auf Abstand zu halten.

    Zudem will das Unternehmen weiter auf Zukäufe setzen, um mehr Inhalte anbieten zu können. Dafür könnten 2019 zwischen 400 und 500 Millionen Euro in die Hand genommen werden, teilte das Unternehmen mit.

    Zur Präsentation der Zahlen gab Spotify daher auch den Kauf von zwei Podcast-Unternehmen bekannt. Die Schweden werden den Podcast-Produzenten Gimlet Media und die Podcast-Plattform Anchor für einen nicht genannten Betrag übernehmen.

    Experten zufolge hat Spotify rund 200 Millionen Dollar für Gimlet gezahlt. „Wir sind stolz, dass wir Gimlet und Anchor im Spotify-Team willkommen heißen können“, schrieb Spotify-Gründer und Hauptaktionär Daniel Ek in einem Kommentar.

    Mit der Übernahme der beiden Podcast-Unternehmen wird Spotify zu einem weltweit führenden Podcast-Produzenten. Audio-Podcasts erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, und Spotify will von dem Boom profitieren.

    Das Stockholmer Unternehmen produzierte bereits in den vergangenen Jahren immer mehr eigene Podcast-Shows. Außerdem macht sich das Unternehmen mit der stärkeren Fokussierung auf Postcasts etwas unabhängiger vom reinen Musik-Streaming und der damit verbundenen Abhängigkeit von den großen Labels.

    Im Vorhandel stieg die Spotify-Aktie in New York um 1,9 Prozent. Seit Jahresbeginn ist die Aktie um 23 Prozent geklettert und lag zuletzt bei rund 140 Dollar. Trotz des Kursanstiegs in diesem Jahr liegt der Kurs weiterhin unter dem Einführungspreis von 166 Dollar je Aktie.

    Spotify geriet im Zuge der wachsenden Skepsis gegenüber Tech-Unternehmen wie Apple, Google und Facebook ebenfalls ins Schlingern. Außerdem muss sich das schwedische Unternehmen gegen die wachsende Konkurrenz von Apple Music, Youtube und Amazon behaupten. So hat nach Ansichten einiger Analysten der Musik-Streaming-Dienst von Apple in den USA bereits genauso viele Anwender wie Spotify.

    Die Schweden sind allerdings bislang die einzigen, die eine Gratis-Variante anbieten. Der Anwender muss dafür Werbung in Kauf nehmen und darf einen Song auch nicht beliebig oft pro Monat abspielen.

    Die Herausforderung für Spotify besteht aber darin, die Gratis-Benutzer von den Vorzügen eines kostenpflichtigen Premium-Abonnements zu überzeugen. Denn 90 Prozent aller Einnahmen generiert Spotify über die monatlichen Abo-Gebühren, nur zehn Prozent stammen aus Werbeeinkünften.

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