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Musikbranche Schlager stürmen die Umsatz-Charts

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Besser als Lady Gaga
Helene Fischer stellte ihr neues Album in Hamburg vor. Quelle: dpa

Helene Fischer stellte ihr neues Album in Hamburg vor.

(Foto: dpa)

Fischers neues Album ist jetzt auf dem Markt. Von der Erwartung darauf im Vorfeld getrieben, stieg ihr Best of-Album von 2010 noch mal auf Platz 24 der Charts. Berg stürmte mit ihrem neuen Album „Abenteuer“ zwischenzeitlich auf den ersten Platz. Das Vorgängeralbum „Schwerelos“ ist immer noch auf Rang 26. Damit hat die Sängerin gleich zwei Alben in den Top 30 und schlägt somit internationale Stars, wie Lady Gaga oder Lenny Kravitz. 

Das erste Halbjahr 2011 hingegen ist für die Schlagerbranche nicht optimal verlaufen. Sie musste laut Bundesverband der Musikindustrie (BVMI) einen Umsatzrückgang von 2,2 Prozent hinnehmen. Für Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI, ist das kein Grund zur Beunruhigung. „Insgesamt befindet sich der Schlager wie auch schon im Jahr 2010 noch immer auf gutem Niveau“, sagt er.  Und könnte sogar noch besser werden: Das letzte Quartal des Jahres 2011 dürfte der Schlager- und Volksmusik einen gewaltigen Umsatzschub bescheren. „Starke Künstler wie Andrea Berg und Helene Fischer haben gerade erst ihre Alben veröffentlicht. Das deutet auf ein starkes viertes Quartal hin“, sagt Selleneit von Ariola. 

Die Schlagerbranche erwirtschaftete in diesem Jahr bis Anfang Juli schon 28,5 Millionen Euro. 2010 waren es laut BVMI rund 72 Millionen Euro. Bei dieser Summe sind Konzerttickets, Fernseheinnahmen und Fanartikel noch nicht eingerechnet. Und die schlagen bei den Stars und Sternchen ebenfalls deutlich zu Buche. 

Semino Rossi zum Beispiel, der mit seinem Hit „Rot sind die Rosen“ die Herzen der Schlagerfans eroberte, vertreibt auf seiner Homepage alles von Semino-Handtüchern über Semino-Kugelschreibern bis hin zu Semino-Kochschürzen. Vor allem bei Live-Konzerten gehen Fanartikel weg wie warme Semmel. 2010 besuchten 200.000 Zuschauer die Tournee von Rossi. Bei seiner Tour im nächsten Jahr rechnet sein Konzertveranstalter Semmel Concerts mit ähnlich vielen Fans.

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1 Kommentar zu "Musikbranche: Schlager stürmen die Umsatz-Charts"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ...was mein Vorredner grade sagte, mal vorweg.

    Zweitens: das was heute immer noch unter der m. E. leicht antiquierten Bezeichnung "Schlager" läuft, ist eigentlich Popmusik mit deutschen Texten.
    Glaubt ihr nicht? Nehmt mal einen Nicht-Hit von Andrea Berg (also keinen zum Mitklatschen im Musikantenstadl) und legt einen englischen Text drunter, dann lasst den einen Amerikaner oder Briten singen. Schon habt ihr radiotaugliche Popmusik. Nur wegen der deutschen Heile-Welt-Texte rutscht das ganze "automagisch" in die Schlagerecke.
    Bei Schlager als solchem denke ich allerdings an richtig Kitschiges, z. B. das was Dieter Thomas Kuhn jetzt wieder für die Jüngeren recycelt und natürlich auch bezüglich Frisuren, Gesichtsausdruck etc. absichtlich auf die Kacke haut, damit das ganze genauso stümperhaft wirkt wie weiland bei Heck's ZDF-Hitparade.