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Musikdienst Spotify wehrt sich gegen Künstler-Kritik

Streaming-Musikdienste wie Spotify sorgen für Streit: Musiker beklagen, die Auszahlungen seien ruinös niedrig. Spotify wehrt sich nun mit ausführlichen Zahlen, wie viel der Konzern pro Abruf eines Songs zahlt.
04.12.2013 - 15:07 Uhr Kommentieren
Spotify hat nach jüngsten Angaben über 24 Millionen aktive Nutzer. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei über 430 Millionen Euro. Quelle: dpa

Spotify hat nach jüngsten Angaben über 24 Millionen aktive Nutzer. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei über 430 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

Berlin Der Musikdienst Spotify hat nach Kritik von Künstlern erstmals Angaben zur Entlohnung von Rechteinhabern veröffentlicht. Demnach werden pro Abruf eines Songs in seinem Streaming-Dienst im Schnitt 0,6 bis 0,84 US-Cent gezahlt. Wird ein Song eine Million Mal angehört, werden damit etwa 6000 bis 8400 Dollar fällig. Diese Summe wird zwischen Musikkonzernen und Künstlern aufgeteilt. Es ist das erste Mal, dass Spotify detaillierte Angaben zur den Auszahlungen macht.

Namhafte Musiker wie Talking-Heads-Sänger David Byrne und Radiohead-Frontmann Thom Yorke hatten zuletzt kritisiert, Streaming-Dienste wie Spotify machten mit einer niedrigen Entlohnung die Künstler arm. Spotify kontert, dass die Auszahlungen deutlich höher seien als bei klassischen Radiostationen oder Video-Streamingdiensten. Allerdings kann ein Angebot wie Spotify mit seiner breiten Auswahl von Millionen jederzeit verfügbarer Songs zum Abo-Tarif für viele Nutzer auch den Kauf von CDs oder Musikdownloads ersetzen.

Spotify rechnet in der auf einer neuen Künstler-Website veröffentlichten Statistik vor, an die Rechteinhaber sei seit der Gründung 2009 insgesamt eine Milliarde Dollar geflossen, davon die Hälfte in diesem Jahr. Das schwedische Unternehmen reiche etwa 70 Prozent seiner Einnahmen an die Urheber weiter.

Spotify hat nach jüngsten Angaben über 24 Millionen aktive Nutzer. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei über 430 Millionen Euro. Allerdings schrieb die Firma bisher Verluste – mit dem Anstieg der Nutzerzahlen steigen auch die Zahlungen an die Musikindustrie.

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