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Musikgeschäft Bertelsmann-Tochter BMG steigt ins Geschäft mit Live-Events ein

Das Musiklabel übernimmt die Mehrheit am Braunschweiger Veranstalter Undercover. Das Medienunternehmen will die Expertise vielfach nutzen.
21.10.2020 - 11:34 Uhr Kommentieren
Undercover bucht Tourneen und Festivals vieler internationaler Künstler. Quelle: dpa
Konzert von Herbert Grönemeyer in Mainz

Undercover bucht Tourneen und Festivals vieler internationaler Künstler.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Ein ungewöhnlicher Kauf in Zeiten der Coronakrise: Das Musiklabel BMG steigt bei einem Konzertveranstalter ein. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hält die hundertprozentige Tochter des Gütersloher Medienkonzerns Bertelsmann künftig knapp mehr als die Hälfte der Anteile am Braunschweiger Konzertveranstalter Undercover. Die Transaktion wird Ende Oktober abgeschlossen sein, über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Undercover soll unter dem Dach von BMG den Aufbau des Live-Musik- und Eventsegments vorantreiben. Bislang ist BMG nicht im Live-Geschäft vertreten. Mit dem Kauf will sich die Bertelsmann-Tochter, die 2019 rund 600 Millionen Euro umgesetzt hat, als Komplettanbieter etablieren.

Undercover-Gründer und Geschäftsführer Michael Schacke sowie das 30-köpfige Team sollen an Bord bleiben, teilte BMG mit. Das 1991 in Braunschweig gegründete Unternehmen veranstaltet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 200 Konzerten und Shows, die meisten davon im norddeutschen Raum.

Darüber hinaus entwickelt und produziert Undercover eigene Veranstaltungsformate wie beispielsweise das Wintertheater in Braunschweig. Das Unternehmen bucht außerdem seit 15 Jahren Tourneen und Festivals nationaler und internationaler Künstler, darunter Silbermond und Herbert Grönemeyer.

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    „In das Live-Geschäft einzusteigen ist für uns die logische Fortsetzung unseres Plans, alle Services, die Künstler benötigen könnten, unter einem kreativen Dach zu bündeln, wobei ihre Marke immer im Mittelpunkt steht“, sagt die verantwortliche BMG-Managerin Dominique Casimir.

    Die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie, die Konzerte und Veranstaltungen schwer möglich macht, entmutigt sie nicht. „Die Veranstaltungsbranche ist der sechsgrößte Wirtschaftszweig in Deutschland. Sie leidet massiv unter der aktuellen Situation, aber wir gehen fest davon aus, dass sich der Markt wieder erholen wird.“

    Kein Notverkauf

    Casimir will das Thema Veranstaltungen in die gesamte Bertelsmann-Gruppe hineintragen. „Wir werden da interessante Bündel schnüren“, sagt sie. In der konzerneigenen Content Alliance, in der auch andere Unternehmenstöchter wie die Mediengruppe RTL Deutschland, Gruner + Jahr, UFA und die Verlagsgruppe Penguin Random House vertreten sind, gebe es großes Interesse an solchen Formaten.

    Denkbar seien Lesungen oder Theateraufführungen. Mit Undercover hätten sie nun einen Dienstleister an Bord, der dies umsetzen könne, sagt Casimir.

    Undercover-Chef Schacke hatte das Unternehmen zunächst aus eigenem Interesse aufgebaut. „Ich habe die Firma 1991 gegründet, um mit meiner Band auftreten zu können; so bin ich zum örtlichen Veranstalter geworden“, sagt der Musiker. Der Einstieg von BMG ist anscheinend kein Notverkauf. „Die Gespräche über eine Partnerschaft mit BMG haben lange vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie begonnen“, meint er.

    „Ich sehe die Zusammenarbeit als große Chance, künftig gemeinsam eine echte Alternative für Künstler, nicht nur in Deutschland, sondern auch darüber hinaus“, ergänzt Schacke. Aktuell steckt Undercover allerdings in einer schwierigen Situation: Die Mitarbeiter sind seit Monaten in Kurzarbeit.

    Mehr: Veranstalter klagen über „Lockdown durch die Hintertür“

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